SV Darmstadt 98 tritt am Samstag zum Benefizspiel beim FC Arheilgen an / Lilien hoffen auf zahlreichen Besuch ihrer Fans in Arheilgen

Am kommenden Samstag, den 18.08.2012, tritt der SV Darmstadt 98 in einem Benefizspiel zu Gunsten des von der Insolvenz bedrohten FCA Darmstadt an. Das Spiel zwischen dem gastgebenden Hessenligisten aus Arheilgen und dem Drittligisten des SV 98 wird um 14.30 Uhr auf dem Sportplatz am Gehmerweg angepfiffen. Bereits im Vorfeld trifft die Traditionsmannschaft der "Lilien" auf eine Mannschaft ehemaliger und aktueller FCA-Spieler. Ab 11:30 Uhr öffnen sich die Stadiontore der Arheilger. Die Verantwortlichen des SV 98 hoffen, dass möglichst viele Lilien-Fans den Weg zum FCA finden und den Verein mit ihrem Besuch unterstützen.

Als der FCA offiziell verkündete in finanziellen Nöten zu sein und damit vor einer drohenden Insolvenz stünde, musste man auf Seiten des SV Darmstadt 98 nicht lange überlegen und bot umgehend Hilfe in Form eines Benefizspiels an. Nur allzu frisch sind die Erinnerungen an die gleiche missliche Lage, in der sich der SV Darmstadt 98 noch vor vier Jahren befand. Damals erfuhren die "Lilien" ebenfalls eine Menge Solidarität, die letztendlich das wirtschaftliche Aus verhinderte.

Den 1. FCA und den SV 98 verbinden aber noch mehr Gemeinsamkeiten, gleichwohl beide Vereine lediglich auf eine gemeinsame Saison im höherklassigen Fußball zurückblicken können. In der Spielzeit 1970/71 trafen die beiden Darmstädter Vereine in der damals noch drittklassigen Amateurliga Hessen aufeinander. Die Lilien, die als Absteiger aus der Regionalliga Süd den sofortigen Wiederaufstieg anpeilten und letztendlich auch schafften, waren in den Stadtderbys favorisiert. Jener Favoritenrolle konnten die „Lilien“ allerdings bereits im Hinspiel am 3. Oktober 1970 nicht gerecht werden. Das Hinspiel am Gehmerweg in Arheilgen endete vor 5.000 Zuschauern torlos. Im Rückspiel am 6. März 1971 sollte es dann gar zu einer faustdicken Überraschung im Stadion am Böllenfalltor kommen. Lediglich 2.800 Augenpaare trotzten der Eiseskälte an jenem Nachmittag und wurden Zeugen des nicht für möglich gehaltenen 1:0-Sieges der "Oarhelljer Mucker". Den goldenen Treffer erzielte Klaus Wolf nach 66 Minuten. Klaus Wolf in Reihen des FCA war den 98ern bestens bekannt, denn zwischen 1963 und 1966 trug er in 45 Partien selbst das Trikot mit der Lilie auf der Brust.

Klaus Wolf ist aber nur einer von unzähligen Spielern oder Trainern, die den Weg vom Böllenfalltor an den Gehmerweg fanden. Somit sind die insbesondere die Spieler das bindende Glied zwischen den beiden Darmstädter Traditionsvereinen. Roland Best, Norbert Dyroff, Rolf Heiligenthal, Reinhard Moll, Hans Münchow, Horst Pabst, Horst Parysol, Volker Rapp, Dieter Rudolf, Dieter Stinka, Herbert Wolf … man könnte die Liste der Spieler aus den siebziger Jahren, die sich wie ein who-is-who des Darmstädter Fußballs liest, beliebig fortführen. Mitunter trainierten auch zwei Ex-Lilien die Geschicke des FCA, dessen Blütezeit zweifelsohne die ununterbrochene Zugehörigkeit in Hessens höchster Spielklasse zwischen 1967 und 1981 war. Die Namen der sportlichen Übungsleiter: Werner Barth und Hans Lindemann.

Nach dem Abstieg aus "Hessens guder Stubb" spielten ebenfalls immer mal wieder Ex-98er für den FC Arheilgen, wie beispielsweise Tom Eilers oder Andreas Heiligenthal. In der jüngeren Vergangenheit wechselten u.a. Varol Akgöz, Ali Kandemir, Blerton Muca, Christian Remmers oder Richard Hasa und Zivojin Juskic vom Böllenfalltor an den Gehmerweg. Mit den beiden letztgenannten glückte dann im Jahr 2010 auch wieder die lang ersehnte Rückkehr in die Hessenliga.

Man kann durchaus mit einem Augenzwinkern sagen, dass der FC Arheilgen schon immer eine Art "Filiale" des SV Darmstadt 98 war. Und deswegen ist es schlichtweg selbstverständlich, dass die "Lilien" dem FCA gerne hilfreich unter die Arme greifen.

Quelle: http://url9.de/oD7

Autor:

SV Darmstadt 98 aus Darmstadt-Süd

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