An den Kinderrechten kommt man nicht vorbei“ – Gutenbergschule Darmstadt eröffnet die Fortbildungsreihe „Kinderrechte lernen und leben“

Der Kinderrechte-Parcour.
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Rund 25 Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte sind der Einladung an die Modellschule für Kinderrechte am 5. März 2013 gefolgt. Unter dem Titel „Vom sozialen Lernen zum sozialen Handeln – Fachcurriculum und Projektvielfalt“ lernten sie Unterrichtseinheiten und kreative Projekte zum Thema Kinderrechte kennen.

Schulleiter Michael Arendt begrüßte die Teilnehmer und lobte das „Modellschul-Netzwerk für Kinderrechte Rhein-Main“ als positive Ressource für die Entwicklung der Gutenbergschule. Die Kooperative Gesamtschule hat sich zur Aufgabe gemacht, die Kinderrechte in allen Fächern zu verankern und fest in ihren Lernalltag zu integrieren. Das gelingt z.B. durch das Kinderrechte-Fachcurriculum, einen jährlichen Projekttag sowie zahlreiche Aktionen der Schülerinnen und Schüler, wie Rektor Hannes Marb und Sozialpädagogin Jutta Gerbinski erläuterten.

Dass Kinderrechte nicht nur ein Thema von Ethik oder Religion sind, sondern in jedes Unterrichtsfach integriert werden können, erlebten die Fortbildungsteilnehmer in Hospitationen in den Fächern Physik, Deutsch, Englisch und Arbeitslehre. So wurde im Deutschunterricht das Märchen Hänsel und Gretel auf Kinderrechtsverletzungen untersucht. Im Englischunterricht führten die Kinder selbst geschriebenen Kinderrechte-Szenen in englischer Sprache vor. In der Physikstunde lernten die Schülerinnen und Schüler den Treibhauseffekt kennen und diskutierten über das Recht der Kinder auf das Aufwachsen in einer gesunden Umwelt.

In der Sporthalle war Mitdenken und Mitmachen angesagt. Die Teilnehmer durchquerten den „Kinderrechte-Sportparcour“, den die Klasse R 7b der Gutenbergschule selbst entwickelt und an anderen Schulen unter dem Motto „Hol Dir die Kinderrechte in Deine Sportstunde“ durchgeführt hat.

Zum Abschluss der Veranstaltung trugen die Teilnehmer ihre Erfahrungen zusammen und überlegten, wie sie die Kinderrechte in den Unterricht ihrer eigenen Schule einbringen können. Besonders die Vielfalt der Themen und Projekte beeindruckte die Fortbildungsteilnehmer. „So bleiben die Kinderrechte besser im Gedächtnis, wenn man sie an allen Ecken wiederfinden kann“ bemerkte Frau Rothermel vom Schulamt Darmstadt. Aber nicht nur die Fortbildungsteilnehmer haben vom Besuch an der Gutenbergschule profitiert. Auch die Schüler waren stolz, ihre Schule zu präsentieren und ein gutes Beispiel für andere Schulen zu sein.

In der Fortbildungsreihe „Kinderrechte lernen und leben“ finden pro Schulhalbjahr fünf Fortbildungen der Modellschulen für Kinderrechte statt. Sie zeigen, wie sie die Kinderrechte umsetzen – so wie es der Hessische Referenzrahmen Schulqualität seit Ende 2011 empfiehlt. Interessierte Lehrkräfte, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, Eltern und Elternvertretungen oder pädagogische Fachkräfte können sich über die Adresse info@kinderrechteschulen.de anmelden. Weitere Termine in diesem Schulhalbjahr sind an der Goetheschule Wiesbaden, der Grundschule Stierstadt, der Grundschule Breckenheim und der Gebeschusschule Hanau geplant.

Das Modellschul-Netzwerk für Kinderrechte (seit 2010) wurde initiiert von der Ann-Kathrin-Linsenhoff-UNICEF-Stiftung, die Schirmherrschaft liegt bei der Hessischen Kultusministerin Nicola Beer. Begleitet wird es von dem Landesschulamt (Abteilung Qualitätsentwicklung und Evaluation) sowie dem HKM-Projekt „Gewaltprävention und Demokratielernen“ (GuD). Die Leitung hat der Verein „Macht Kinder stark für Demokratie“ (Makista). Weitere Informationen dazu findet man auf www.makista.de/schulnetzwerk.

Autor:

Rainer Schmidt aus Darmstadt-Süd

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