Eberstädter Begegnungscafé zieht Resümee

Am liebsten jeden Tag, so die Meinung von Besuchern des Begegnungscafés zwischen Einheimischen und Flüchtlingen in Eberstadt. Aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, Pakistan, aber auch aus Eritrea Somalia und weiteren Ländern kamen sie nach Deutschland und hoffen nun, in Darmstadt auf ein zumindest vorübergehendes sicheres Zuhause.

Eine Gruppe freiwilliger Helfer bietet jeden Dienstag von 15-18 Uhr die Möglichkeit zu Gesprächen bei Tee, Kaffee und Kuchen im Haus der Vereine, Oberstraße 16 in Eberstadt an. Bezirksverwalter Achim Pfeffer hat auf Anregung der Stadt Darmstadt die Initiative und Leitung des Treffens vor einem Vierteljahr übernommen.

„Im Hotel ist es langweilig“, ist eine häufig gehörte Erklärung für das regelmäßige Kommen der meisten Flüchtlinge. Gespräche mit Eberstädtern leiden aber oft unter dem Fehlen von Dolmetschern.

Zunehmend wird deshalb Deutsch in kleinsten Gruppen gebüffelt. Viele Spiele – auch für Kinder – stehen zur Verfügung, werden jedoch kaum genutzt, weil offensichtlich unter den Helfern „Spieler“ fehlen. Das sonst beliebte Schach wird als zu wenig kommunikativ angesehen.

Gespräche – über die ersten Schritte der Integration, über Hoffnungen und auch Enttäuschungen spielen eine große Rolle. Immer wieder kommen auch Flüchtlinge, die aus Eberstadt umquartiert wurden, als Gäste zurück, treffen hier alte Freunde und neue Bekannte.

Umzugshilfe, Beschaffung von Wohnungen, Küchengeräten, Aufbau von Möbeln, Fahrten zu Behörden und Ärzten – Sprachhelfer wie praktische, manchmal auch handwerkliche Hilfen werden benötigt. Fahrräder werden immer gesucht, ebenso Platz für deren Unterbringung und eine Werkstatt.

Der Helferkreis freut sich deshalb über weitere EberstädterInnen, die dienstags oder von Fall zu Fall die stets muntere Runde unterstützen. Für die warme Jahreszeit sind auch Spazier- und Informationsgänge zu Betrieben, Freizeitanlagen und in die nähere Umgebung geplant. Weitere Infos gibt es unter E-Mail: Bezirksverwalter_eberstadt@darmstadt.de oder Tel. 06151-132424.

Autor:

Achim Pfeffer aus Darmstadt-Süd

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