Infos zur Viren und deren Verbreitung

2Bilder

Die Sorge vor dem Coronavirus wächst. Die Zahlen der Infizierten steigen und die ersten Todesfälle wurden bekannt. Wer sich vor dem Virus schützen will, muss verstehen, wie es sich verbreitet.
Was sind Viren?
Viren sind keine Lebewesen, da sie keine eigene Energiegewinnung vornehmen können. Sie sind winzig klein, sodass sie nur unter einem Elektronenmikroskop gesehen werden können. In diesen Molekülen steckt ihr Erbgut, das sie verbreiten möchten. Nun kann die Viren-DNA sich aber selbst kopieren, sie benötigt dazu einen Wirt. Daher befällt der Virus einen Wirt. Er dringt in lebendige Zellen ein und lässt sich von seiner Wirtszelle die benötigten Bausteine produzieren. Die Wirtszelle baut daraus viele neue Viren. Wenn sie jedoch keine neue Wirtszelle finden, sterben sie über kurz oder lang ab.
Welche Medikamente helfen?
Antibiotika sind bei Virus-Erkrankungen wirkungslos. Es gibt zwar antivirale Medikamente, allerdings helfen diese nur gegen einzelne Virusarten. Gegen Corona wurde bislang noch kein wirksames Medikament gefunden. Die Forscher haben dafür Spezialistenteams abgestellt, die sich nun ausschließlich mit diesem Thema befassen.
Im Normalfall kann die körpereigene Abwehr mit dem Erreger fertig werden. Problematisch wird es nur, wenn das Immunsystem und der Körper durch Vorerkrankungen geschwächt sind.
Warum ist es so kompliziert Impfstoffe zu entwickeln?
Das Grippe-Virus (Influenzavirus) verändert sich ständig. Somit schützt eine Impfung nur vor einer gewissen Form. Schon bei kleinsten Abwandlungen erkennt das Immunsystem den Virus nicht mehr. Deshalb schützt der Grippe-Impfstoff auch nur für ein Jahr, denn bei der nächsten Influenza-Welle kann der Verwandlungskünstler bereits wieder seine äußere Erscheinung verändert haben. Der Impfstoff wird jährlich an die Eigenschaften der Grippeviren angepasst, die gerade unterwegs sind oder erwartet werden.
Übertragung des Coronavirus
Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Diese Übertragung erfolgt, wenn Virus-haltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Atemwege gelangen. Auch eine Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist prinzipiell nicht ausgeschlossen, spielt aber vermutlich nur eine untergeordnete Rolle.
Infektionszeit
Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung 1 bis 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten. Im Durchschnitt beträgt diese sogenannte Inkubationszeit 5 bis 6 Tage.
Wie schütze ich mich vor einer Ansteckung?
Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Niesregeln, eine gute Händehygiene sowie Abstandhalten zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Auch auf das Händeschütteln sollte verzichtet werden. Generell wird geraten, dass Menschen, die an einer Atemwegserkrankung leiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben.
Risikogruppen:
• ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren)
• Raucher
• Personen mit bestimmten Vorerkrankungen: des Herzens (z. B. koronare Herzerkrankung), der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis), Patienten mit chronischen Lebererkrankungen), Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
• Patienten mit einer Krebserkrankung.
• Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z.B. Cortison).
Wie im Verdachtsfall verhalten?
Solange Sie keinen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, und sie auch nicht aus den Risikogebieten eingereist sind, ist die Gefahr gering, dass es sich bei auftretenden Krankheitssymptomen um das Coronavirus handelt. Sie sollten unnötige Kontakte vermeiden und zu Hause bleiben sowie die Husten- und Niesregeln und eine gute Händehygiene beachten. Um die Ärzte zu entlasten, wurde eine telefonische Krankschreibung eingeführt. Dafür müssen Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege die Arztpraxen nicht mehr aufsuchen, eine telefonische Rücksprache mit dem Arzt reicht aus. Dies gilt zunächst für vier Wochen.
Wenn Sie mit einer infizierten Person Kontakt hatten, sollten Sie sich unverzüglich - auch wenn sie keine Krankheitszeichen haben – an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das zuständige Gesundheitsamt kann über eine Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI) ermittelt werden.
Ursache des Ausbruchs
Man nimmt an, dass das neuartige Coronavirus von Fledermäusen stammt. Ob andere Tierarten als Zwischenwirte des Virus zwischen Fledermaus und Mensch dienen, ist noch nicht bekannt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Erkrankten Anfang Dezember 2019 auf einem Markt in Wuhan in der Provinz Hubei, China, angesteckt haben. Das neuartige Coronavirus erhielt den offiziellen Namen “SARS-CoV-2“, die Atemwegserkrankung, die es auslöst, wird als “COVID-19” bezeichnet.
Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen