Besuch in der Tierherberge Egelsbach

Mein Patenhund Schnuffel

Die Tierherberge Egelsbach ist ein kleines Tierheim, direkt am Waldrand neben dem Flughafen Egelsbach. Seit Mai 1981 ist die Tierschutzorganisation als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Die Tierherberge hat sich im Laufe der Jahre zu einer zeitweiligen Heimat speziell für Hunde entwickelt. Diese werden dort nicht, wie sonst oft üblich, einzeln gehalten sondern in verschieden großen Gruppen. Ca. 70 Hunde warten dort darauf, ein neues zu Hause zu finden.

Es war im Mai 2012 als meine Freundin Chantal sagte, dass ich heute mit ihr und ihrem Papa einen Ausflug machen dürfte. Ziel: die Tierherberge Egelsbach, dort dürfe man mit Hunden Gassi gehen. Es war mein Glückstag! Ein Traum schien für mich wahr zu werden, denn schon lange wünschte ich mir, mein Leben mit Hunden zu verbringen. Also war ich sehr auf den Ausflug gespannt.

Als wir ankamen wurden wir von vielen Hunden schwanzwedelnd empfangen. Mit einem durften wir Gassi gehen, es machte riesig viel Spaß und zu Hause mussten mir meine Eltern versprechen, dass wir am Wochenende gemeinsam hinfahren werden. So geschah es auch. Seither fahren wir meist zweimal die Woche dahin – bei Wind und Wetter! Unsere Begleiter wechseln, aber darüber gleich mehr.

Beim ersten Besuch lag in der Tierherberge ein Infoheft aus. Ich nahm es mit und zu Hause las ich alles durch. So erfuhr ich, dass man die Möglichkeit hatte, Patin eines Hundes zu werden. Die Idee gefiel mir, wenn ich schon keinen eigenen Hund haben durfte, so wollte ich wenigstens einen Patenhund haben. Meinen Eltern teilte ich mit, dass ich mir in Egelsbach einen Patenhund aussuchen möchte und dafür auf einen Teil meines Taschengeldes verzichten werde.

Endlich kam das Wochenende! Aber an dem Tag sah es gar nicht gut aus. Alle kinderfreundlichen Hunde waren schon unterwegs. Doch scheinbar sah man mir meine Enttäuschung so sehr an, dass die Mitarbeiterin sagte, dass wir mit Lisi eine kleine Runde gehen dürften. Sie hatte ein gebrochenes Bein und war operiert worden. Gleich schloss ich Lisi ins Herz und fragte nach dem Spaziergang, ob ich von ihr Patin werden darf. Es war möglich und so vereinbarten wir den Vertrag zu ersten Juni. Zwischenzeitlich ging ich immer wieder mal mit ihr spazieren und hatte viel Spaß. Doch genau am ersten Juni wurde sie nach Hause geholt. Sie war vermittelt worden.

Ich war geschockt, aber ich freute mich auch für Lisi. Ich entschied eine neue Patenschaft zu übernehmen. Es war Cooper, ein toller Schäferhundmischling, der trotz seiner zehn Jahre sehr lauffreudig war. Diese Patenschaft war etwas sehr besonderes! Ich bemerkte, dass ich Hunde im Leben brauche, sie sind wie ein Teil für mich!!! Ich war so froh und hatte immer so viel Spaß mit Cooper. Doch nach ungefähr drei Monaten, ich kam gerade aus dem Sommerurlaub und wollte Cooper besuchen, da erfuhr ich dass auch er vermittelt worden war.

Das Team empfahl mir die Patenschaft von Dorle zu übernehmen. Erst war ich etwas skeptisch, denn Dorle wollte anfangs gar nicht schmusen, doch mit jedem Spaziergang liebte ich sie mehr ... es war einfach nur wunderschön. Ich hatte so viel Spaß, und sie ist dann so etwas wie ein Teil meines Herzens geworden!!! Aber dann geschah die größte Katastrophe, sie bekam Knochenkrebs!!! Bei jedem Besuch konnte ich sehen, wie es ihr schlechter ging. Aber eine kleine Runde machten wir jedes Mal und Streicheleinheiten wollte sie mittlerweile auch von mir.
Doch Dorle war zu schwer krank, ich musste Abschied von ihr nehmen.

Danach überlegte ich, ob ich noch mal eine Patenschaft machen sollte. Aber ich wollte weitermachen, trotz aller Tränen!
Also sprach ich wieder mit dem Team der Tierherberge. Ich bekam verschiedene Hunde vorgestellt: Andi, Schnuffel, Ax und Sinja. Ich wollte am Anfang Schnuffel auf keinen Fall, denn ich traute mir nicht zu, einen blinden Hund zu führen. Aber dann bin ich mit ihm spazieren gegangen und ich hatte mich in ihn verliebt!!! Jetzt bin ich sehr glücklich.
Schnuffel genießt die Spaziergänge mit mir aber noch mehr genießt er es, wenn ich ihn nach jedem Spaziergang bürste. Ich glaube er würde stundenlang bewegungslos da sitzen, wenn ich so lange bürsten würde.

In der Tierherberge vorbei zu schauen lohnt sich.

Adresse:

Tierherberge Egelsbach
Außerhalb 30
63329 Egelsbach

Öffnungszeiten:

November bis Februar: Montag und Mittwoch geschlossen
DI, DO & FR: 14 - 16 Uhr: „Gassi gehen“
SA, SO & Feiertage:
• 12 - 13 Uhr: Schwerpunkt Beratungs- und Vermittlungsgespräche
• 13 - 16 Uhr: „Gassi gehen“

Mehr über die Tierherberge unter www.tierherberge-egelsbach.de

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