Auf biblischen Spuren im Heiligen Land

Am 25. Februar landet eine bunt gemischte Gruppe zusammen mit der Wixhäuser Pfarrerin Ksenija Auksutat und Pfarrer Hans-Jörg Dittmann aus Arheilgen auf dem Flughafen von Tel Aviv. Nachdem die Einreiseformalitäten erledigt sind, steigen die 24 Teilnehmer der Reise „Auf biblischen Spuren im Heiligen Land“ in den Bus, der sie zu ihrer Herberge, den Kibbuz Ein Gev, am See Genezareth bringen wird. Die meisten sind zum ersten Mal in Israel und alle haben den gleichen Wunsch: Den Stätten, an denen Jesus lebte und wirkte, ganz nahe zu kommen.

Gesagt, getan: In den folgenden zwei Tagen besuchen die Pilger die archäologischen Stätten von Cäsarea Maritima, die Hafenstadt Haifa, die unterirdischen Kreuzfahrerhallen von Akko, den Berg der Seligpreisungen, die Stätte der Brotvermehrung, das Zentrum des Wirkens Jesu in Kapernaum, die Verkündigungskirche in Nazareth und machen eine Bootsfahrt über den See Genezareth.

Der straffe Zeitplan erfordert große Disziplin von allen Teilnehmern – jeden Morgen werden sie pünktlich um 6.30 Uhr geweckt und spätestens um 8.00 Uhr fährt der Bus ab. Während der Besichtigungstouren klatscht Elias, der arabische Reiseführer, immer wieder laut in die Hände und ruft „Jalla, Jalla“ um die Gruppe zusammen zu halten.

Eine Gelegenheit zum Innehalten sind dagegen die Andachten, die die beiden Pfarrer abwechselnd halten. Jeden Tag singen und beten alle zusammen an den heiligen Stätten. Besonders bewegend ist dies, wenn in unmittelbarer Nähe Pilger aus Indien, den USA, Griechenland oder Russland in ihrer jeweiligen Sprache das Gleiche tun.

Am 4. Tag der Reise verabschieden sich die Reisenden von dem Kibbuz am See Genezareth und es geht weiter nach Jerusalem. Auf dem Weg dorthin stoppen sie am Berg der Versuchung, machen einen Rundgang über den Ausgrabungshügel in Jericho und besuchen in Bethlehem die Geburtskirche mit der Geburtsgrotte. Zum Abschluss gibt es ein sehr berührendes Treffen mit dem evangelischen Pfarrer der Abrahamsherberge in Beit Jala, der über die schwierigen Bedingungen berichtet, unter denen er arbeiten muss.

Am nächsten Tag folgt eine Tour durch die Judäische Wüste zur Herodesfestung Massada, nach Qumran und ein Bad im Toten Meer. Die beiden letzten Tage sind für Jerusalem und seine zahllosen geschichtsträchtigen Orte reserviert – Ölberg, Tempelberg, Berg Zion, die Altstadt und vieles mehr. Ein evangelischer Abendmahlsgottesdienst in deutscher Sprache ist eines der Highlights gegen Ende der Reise.

Nach einer Woche mit vielen Eindrücken begibt sich die muntere Reisegruppe zum Flughafen Ben-Gurion um zurück nach Frankfurt zu fliegen. Es war eine abwechslungsreiche Zeit, mit vielen bewegenden Momenten, die aber auch Nachdenklichkeit über die Zukunft des Staates Israel hervorgerufen haben. Es bleibt die Hoffnung, dass eine Lösung gefunden wird, wie alle Bevölkerungsgruppen dort eines Tages friedlich miteinander leben können.

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