Erfolgsregisseur Sönke Wortmann zu Gast im Rex-Kino Darmstadt

Sönke Wortmann zu Gast im Rex-Kino Darmstadt
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  • hochgeladen von Susanne Wolf

Schoßgebete

Regie: Sönke Wortmann
Darsteller: Lavinia Wilson, Jürgen Vogel, Juliane Köhler, Anna Stieblich

Elizabeth Kiehl (Lavinia Wilson) ist Anfang 30 und hat nach eigenen Angaben mehr Spleens als andere Frauen Schuhe. Nach dem Unfalltod ihrer 3 Geschwister leidet sie an Schuldgefühlen, Verfolgungswahn, hat Rachegedanken, Angst vor Fahrstühlen oder dem Einsturz ihres Hause. Sie hat vor so ziemlich allem Angst, befürchtet immer das Schlimmste und versucht so, alles zu kontrollieren – sogar über den Tod hinaus. All das sind Themen bei den Therapiesitzungen mit Frau Drescher (Juliane Köhler). Dort wird auch ihr ausgiebiges Sexleben mit ihrem Ehemann Georg (Jürgen Vogel) sowie die gemeinsamen Ausflüge in Sexshops und ins Bordell thematisiert. Nur beim Sex kann sie loslassen und vergessen. Georg bringen die Spleens seiner Ehefrau nicht aus der Ruhe, er ist tiefenentspannt was Elizabeths Meinung nach daran liegt, das er so reich und „gut bestückt“ ist.

Radikal offen, selbstbewusst und voller grimmigem Humor erzählt Schoßgebete
die nicht ganz alltägliche Geschichte einer verletzlichen jungen Frau, die versucht,
allem und jedem gerecht zu werden, ohne dabei den Verstand zu verlieren. Eine tief
berührende und zugleich tragikomische Geschichte über Ehe und Familie, Sexualität
und die Rolle der Frau und darüber, wie eine große Katastrophe das Leben für immer verändern kann.

Kinostart: 18.September 2014

Gut eine Woche vor dem Deutschlandstart kam Regisseur Sönke Wortmann (Der bewegte Mann, Das Superweib, Die Päpstin) nach Darmstadt um sein neuestes Werk, die Verfilmung von Charlotte Roches zweitem Bestseller Schoßgebete vorzustellen. Im anschließenden Filmgespräch beantwortete er die Fragen des Publikums:
Das Lesen des Buches habe sein Interesse geweckt. Er kontaktierte Oliver Berben (Produzent und Drehbuchautor), der sich ebenfalls in die Geschichte verliebt hatte.
Gemeinsam beschlossen sie, das Projekt anzugehen. Vor dem ersten Kontakt mit Charlotte Roche war ihm etwas mulmig zumute. Ihre Geschichte ist sehr autobiografisch und er konnte sich noch gut an die Schlagzeilen der Tragödie in den Medien erinnern. Ihr aber gefiel die Idee und sie arbeitete sogar an der Endfassung des Drehbuches mit. Beim Schreiben haben sie Versucht, die Balance zwischen lustigen und tragischen Momenten zu finden und Sönke Wortmann hofft, das der Zuschauer die Tragödie des Films durch den Humor besser verkraftet.

Beim Cast stand Lavinia Wilson an fünfter Stelle, als sie sich aber vorstellte war allen klar, sie ist die perfekte Besetzung. Die männliche Hauptrolle haben sich viele Schauspieler nicht getraut zu spielen. Dann kam Jürgen Vogel ins Spiel. „Der ist schmerzfrei und hat die Rolle sicherlich auch angenommen, weil er reich und gut bestückt ist“ scherzte Sönke Wortmann. Er ist sehr professionell und ein Fels in der Brandung lobte er den Schauspieler. Mit Vorbereitung, Dreh, Schnitt, Musik usw. habe der Film gut 1 Jahr Produktionszeit in Anspruch genommen.

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