Alternative für Deutschland gründet Darmstädter Partei

KV-Sprecher Wurth
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Euro-Skeptiker

Die eurokritische Partei "Alternative für Deutschland" hat nun auch einen Darmstädter Kreisverband. 18 von 37 Mitgliedern kamen am 4.Mai 2013 in den Grohe-Saal, um die Satzung zu verabschieden und einen Vorstand zu wählen. Parteisprecher ist Alban Wurth, stellvertretender Sprecher ist Prof. Dr. Wolfgang Schöhl und Schatzmeister ist Jürgen Riechert, dazu kommen vier Beisitzer.

Eine Hochschulgruppe der AfD in Darmstadt ist in Gründung. Sie versteht sich als bürgerlicher Studentenverband. Ein halbes Dutzend Studenten waren denn auch zur Gründungsversammlung der Darmstädter Partei gekommen. Sie stellten einen im Vergleich zu anderen Parteien hohen Anteil der anwesenden Mitglieder. Die rekrutieren sich derzeit offenbar vorwiegend aus dem akademischen Milieu – vom Mitzwanziger in karierten Bermudas und Flipflops bis zum Senior im grauen Anzug.
Höchste Zeit sei es, eine Darmstädter Partei zu gründen, sagte Wurth. Es brauche ein Gesicht nach außen und eine Struktur nach innen.
"Jetzt habe ich eine politische Heimat gefunden“, sagt AfD-Mitglied Thomas Lindgren, einer der Beisitzer.
Der Euro, seine bedrohlichen Rettungsmilliarden die weitestgehend auf Kosten Deutschlands gehen, und das übereilte parlamentarische Verfahren dafür sind die Triebfedern für das politische Engagement der AfD-Mitglieder. Die Einführung des Euro habe er immer skeptisch gesehen sagt Wolfgang Schöhl, Volkswirt und emeritierter Professor für Medieninformation an der Hochschule Darmstadt. Er hat früher als Volkswirt im Internationalen Währungsfonds gearbeitet und weiß, dass man Deutschland nicht so heftig hätte belasten müssen. "Aber es ist noch schlimmer gekommen." Er sieht durch die Rettungsschirme die Verfassung Deutschlands unterminiert.
Stefan Weber, der zum Beisitzer gewählt wurde, will mit der AfD eine bürgerlich-liberale Partei in den Bundestag bringen. Derzeit gebe es nur eine Partei, die „CDU-SPD-GRÜNE-FDP“.
Von der CDU kommt Jürgen Riechert, Bankdirektor i.R., verheiratet, zwei erwachsene Kinder, er war 30 Jahre Mitglied der CDU und mehrere Jahre Stadtratsmitglied in Westfalen. Die angeblich alternativlose Eurorettung habe ihn aus der Partei getrieben. Er ist nun Schatzmeister der AfD in Darmstadt.

AfD-Kreisverband Darmstadt

Weitere Beisitzerin ist die Dolmetscherin Frau Liliane von Schuttenbach. Sie kritisiert die "Machtanmaßung" der EU-Bürokratie und fordert Volksentscheide nach Schweizer Vorbild. Die Polin lebt seit zehn Jahren in Darmstadt.

Das AfD-Mitglied Schmidt, Vater von zwei Kindern und vier Enkelkindern ist Volkswirt und sieht in der Alternative für Deutschland, "die letzte Bastion des Steuerzahlers vor der Verschwendung". Politisch habe er sich schon immer engagiert, "aber jetzt habe ich eine wirkliche politische Heimat gefunden." Allerdings, wie die Politik für Darmstadt und Hessen künftig im Einzelnen aussehen soll, dazu werden sich die Mitglieder zur Vorbereitung der Bundestagswahl und der hessischen Landtagswahl im September noch öfter zusammensetzen müssen.
Vor der Wahl von Personen mussten die Mitglieder die Punkte ihrer Parteisatzung durcharbeiten – Formalismus statt Inhalte. Ein Vorgeschmack auf die Kärrnerarbeit in einer Partei.

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