Die jüdische Frage im Zarenreich als Schlüssel zum Verständnis
Auswanderung, Zionismus, Revolution: Israels und Deutschlands Gegenwart

Der Israel-Palästina-Solidaritätskreis Darmstadt zusammen mit Prof. Dr. Franz Fujara (Evenarí-Forum für deutsch-jüdische Studien, Technische Universität Darmstadt) laden ein zum Vortrag von Prof. Dr. Rolf Verleger am 22. 11. 2018, 19 Uhr im Gerhard-Herzberg-Hörsaal der TU Darmstadt, Hochschulstraße 6, Raum S2/07 - 167

Das russische Zarenreich war von 1795 bis 1917 das größte jüdische Zentrum der Welt. Von hier ging alles aus: Antisemitismus und Zionismus, nationalreligiöse Ideologie, sozialistische Bund-Bewegung, jüdische Sozialisten, jüdische Auswanderung nach Amerika und nach Mittel- und Westeuropa und am Ende die Zunahme des Antisemitismus in den Einwanderungsländern, vor allem in Deutschland. - Historisch ist die sozialistische Bewegung der Gegenspieler des Zionismus beim Aufbruch des Judentums in die Moderne. Dies wirkt bis in unsere Gegenwart hinein.

Rolf Verleger, Jahrgang 1951, ist Psychologe und hat bis 2017 an der Universität zu Lübeck gearbeitet. Er ist Sohn zweier Überlebender der Vernichtung des europäischen Judentums. - Er ist überzeugt, dass das Judentum ein erneuertes Leitbild von Befreiung, Erlösung und Nächstenliebe braucht, um den heutigen nationalreligiösen Fanatismus zu überwinden. Daher engagiert er sich für Gerechtigkeit für Palästina siehe u.a. im BIB, Bündnis zur Beendigung der israelischen Besatzung: https://www.bib-jetzt.de und bei Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost: https://www.juedische-stimme.de.

Autor:

Heinrich Ruhemann aus Darmstadt-Süd

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