Einführung des Anonymen Krankenscheins Hessen

In Hessen leben viele Menschen ohne Papiere. Darunter sind Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus, Asylsuchende, EU Bürger*innen, sowie deutsche Staatsbürger*innen ohne Krankenversicherung. Papierlose Menschen gehen mit jedem
Ärzt*innenbesuch das Risiko ein, beim Sozialamt und folglich der
Ausländerbehörde gemeldet zu werden.

Durch die ständige Angst vor Entdeckung und Abschiebung werden sie effektiv aus dem Gesundheitssystem ausgeschlossen. Die Folgen einer somit unzureichenden medizinischen Versorgung sind für die Betroffenen enorm und reichen von einer Verschlimmerung der Erkrankung bis zum Tod.

Obwohl sich Deutschland in internationalen Abkommen zur Verwirklichung
des Rechts auf Gesundheit verpflichtet hat, wächst die Zahl derer mit
eingeschränktem Zugang zum Gesundheitssystem. Medinetze ermöglichen papierlosen Menschen den Zugang zu medizinischer Versorgung. Vermittlungsstellen arbeiten in Gießen und Marburg in einer notdürftigen ehrenamtlichem Parallelstruktur und fordern die Einführung des Anonymen Krankenscheins in Hessen (AKSH). Dieser stellt einen vertraulichen Zugang zum Gesundheitssystem für papierlose Menschen dar. Sie können sich an Vertrauensärzt*innen wenden, die ihnen diesen AKSH ausstellen. Mit diesem Dokument ist dann eine reguläre Behandlung möglich. Das Konzept/Anonymer Krankenschein/ ist in anderen Bundesländern (z.B. Thüringen) bereits erfolgreich. - Näheres unter www.change.org/p/koalitionsverhandlungen-zur-einf%C3%BChrung-des-anonymen-krankenscheins-hessen

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