Kasernen sind weiterhin „Wohnraum für niemand“

Politik und Verwaltung verfehlen Aufgabe – Land Hessen muss wieder Zuschüsse zahlen

Die Nutzung der Lincoln-Siedlung für studentisches Wohnen ist gescheitert. Nach einem Bericht des Darmstädter Echos scheiterte die Erschließung erneut an der Frage der Sanierungskosten. Das Nachsehen haben mal wieder die Studierenden, die händeringend Wohnungen suchen. Die Jusos fordern von der Politik einen zweckmäßigen Umgang mit Steuergeldern und eine Bezuschussung durch das Land Hessen.

„Darmstadt ist eine Stadt mit viel Wohnraum für niemand“, kritisieren Juso-Sprecherin Katharina Göls und Juso-Sprecher Tim Huß. „Dies wird leider auch in Zukunft so bleiben. Das Versagen von Politik und Verwaltung tritt immer offener ans Licht der Öffentlichkeit. Wir sind fassungslos, wie mit Darmstadts Studierenden umgegangen wird.“ Auch Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) muss sich entschlossener für die Erschließung der Kasernen einsetzen. „Die Bima und der Magistrat feilschen verantwortungslos auf dem Rücken der Studierendenschaft“, sagen Göls und Huß. „Ohne Investitionen in bezahlbaren Wohnraum verkommt das Darmstädter Etikett der Wissenschaftsstadt zur Farce!“

Die Jusos fordern Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) und Hessens Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) zum Eingreifen auf. Vor allem das Land Hessen muss endlich wieder Zuschüsse für sozialen Wohnraum bezahlen. „Auch im Wahlkampf haben Ramsauer und Bouffier einen politischen Auftrag – diesem werden sie bis heute nicht gerecht“, sagt Juso-Sprecher Giorgio Nasseh und appelliert an den Ministerpräsidenten: „Wenn der politische Wille da ist, könnte Herr Bouffier das Finanzierungsproblem lösen. Steuergelder sind zum Dienst an den Menschen gedacht. Kein Mensch braucht einen bürokratischen Kleinkrieg, er braucht ein Dach über dem Kopf!“

Autor:

Giorgio Nasseh aus Darmstadt-Süd

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