Acht Jahre „Griechenlandrettung“
Wem hat es was gebracht? - Wie geht es weiter?

Mit dem 20. August endete für Griechenland das dritte Kreditprogramm der Institutionen. Das Land will sich nun aus eigenen Mitteln finanzieren.

Griechenland wurde zur Behebung der Schuldenkrise ein Kürzungsprogramm aufgezwungen: Sozialausgaben, Löhne, Renten und staatliche Investitionen wurden radikal gekürzt und stürzte viele Griech*innen in bittere Armut. - Als 2015 Syriza die Regierung übernahm und ein Ende der Spardiktate versprach, hofften viele, das könnte einen europaweiten Widerstand gegen die Austeritätspolitik auslösen. - Nachdem sich die Syriza-Regierung mit den Gläubigern einigte, erlosch das Interesse schnell. Das Ende des dritten Memorandums ist daher Anlass, acht Jahre „Griechenlandrettung“ zu bilanzieren. Dazu stellt die Griechenland Solidaritätsgruppe Darmstadt folgende Fragen:
• Welche sozialen Schichten der griechischen Gesellschaft tragen die Kosten der Memoranden? Was daran hat sich durch die Regierungsübernahme von Syriza geändert?

• Hätte es aus heutiger Sicht für die Syriza-Regierung Alternativen gegeben?

• Welche Perspektiven hat Griechenland nach Auslaufen der Memoranden?
Zu Wort kommen: Giorgos Chondros, Mitglied des Zentralkomitees von Syriza, Athen und Nadja Rakowitz, Geschäftsführerin des vdää (Verein demokratischer Ärzt*innen), aktiv in der Griechenland Solidarität und Redakteurin der Zeitung "express" am Montag, 10.12.2018, 19:30 im Hans-Böckler-Saal, DGB-Haus, Rheinstrasse 50

Autor:

Heinrich Ruhemann aus Darmstadt-Süd

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