„Aus der Traum“ – Die Gesprächsgruppe in Trennungssituationen erweitert nach der Sommerpause ihr Angebot

Wo: Katholisches Bildungszentrum NR30, Nieder-Ramstädter Str. 30, 64283 Darmstadt auf Karte anzeigen

Seit Jahren begleiten Hilde Hofmann-Koschnick und Thomas Vogler, beide systemische Familientherapeuten im 14-tägigen Rhythmus Frauen und Männer in Trennungs- und Scheidungssituationen. Das Angebot ist verortet in den Räumen des katholischen Bildungszentrums nr30 in der Nieder-Ramstädter-Straße in Darmstadt. Angesprochen sind Menschen, die sich mit den Folgen einer Trennung / Scheidung auseinander setzen und Wege der Verarbeitung finden wollen. Nach der Sommerpause erweitert die Gruppe nun ihr Angebot auch für Menschen, die sich Gedanken um die Beendigung ihrer Beziehung machen und Entscheidungshilfen suchen.

Immer wieder haben Betroffene in den letzten Jahren in der Gesprächsgruppe ein offenes Ohr gefunden und für sich Hilfe und Stärkung erfahren. Die Gruppe bietet Platz für maximal 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ist offen für Frauen und Männer jeden Alters. Nationalität, Konfession oder sexuelle Orientierung sind für die Teilnahme bedeutungslos. Vielmehr geht es um einen geschützter Raum, in dem die Verletzungen und Enttäuschungen sowie Trauer und Wut Platz haben. In der Gruppe wird gelacht und geweint über die eigenen Erlebnisse. Hier werden aber auch Pläne geschmiedet und Strategien entwickelt, wie das Leben ohne Partnerin bzw. ohne Partner wieder lebenswert wird. Das ist intensives Arbeiten am eigenen Selbstwert. Es geht darum neu zu lernen, liebenswert zu sein somit erneut fähig zu werden, in Beziehung treten zu können.

Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer bietet die Gruppe den Halt, der nach dem Scheitern einer Beziehung fehlt. Viele Gruppenmitglieder bleiben nicht selten längere Zeit dabei, auch wenn anfänglich nur 10 Stunden als Mindestteilnahme vereinbart werden. „Jeder kann so lange bleiben, wie es notwendig erscheint!“ – so die eindeutige Aussage der beiden Familientherapeuten. Beide verstehen es, jedes Gruppenmitglied mit der individuellen Hilfestellung im Trennungsprozess zu begleiten. Neben aktivem Zuhören und gezielten Nachfragen gehören immer wieder Anregungen und Anleitungen zum Repertoire der beiden. Die systemische Ausrichtung wird spürbar, wenn aktuelle Inhalte des Trennungsthemas im Lichte früherer Erfahrungen gesehen werden und diese stellenweise an alte Muster erinnern, manchmal bereits in der Kindheit erworben. Empathie und Achtsamkeit in der Gruppe werden gelebt und sind Qualitätsmerkmale, die für Viele in der Gruppe zu einem wahren Schatz werden und das weitere Leben maßgeblich prägen.

„Ich habe unglaublich viele Anregungen durch die Erzählungen der anderen Gruppenteilnehmer erfahren, die viel mehr mit mir selbst zu tun hatten, als mir anfangs klar war. Hier konnte ich meine Geschichte immer wieder von verschiedenen Seiten betrachten und erzählen, ohne dass jemand mich aufforderte, die Sache nun endlich überwinden zu müssen.“ – so die Aussage eines Gruppenmitgliedes.

Es braucht erfahrungsgemäß seine Zeit, eine Trennung zu überwinden. „Eine Partnerschaft ist kein Verein, in dem man eben mal eintreten und dann auch einfach wieder austreten kann“ – so die einhellige Aussage der beiden Therapeuten. Manche Gruppenmitglieder treffen sich auch nach dem Ausscheiden aus der Gesprächsgruppe weiter, verbringen ihre Freizeit gemeinsam und sind per Telefon oder WhatsApp zu Lebensbegleitern geworden.

In den letzten Jahren kommen immer mehr Menschen in die Gruppe, deren Beziehung nach 25, 30 oder noch mehr (Ehe-) Jahren auseinander bricht. Dies scheint den Trend der sogenannten „grauen Scheidungen“ zu bestätigen. Damit wird aber auch offensichtlich, dass vermutlich Viele in der Beziehung bleiben, aber sich lange mit Trennungsgedanken befassen. Genau hier will nun die Gruppe ihr Angebot erweitern und lädt deshalb auch Menschen ein, die noch in fester Beziehung leben, sich aber gedanklich damit auseinander setzen, diese beenden zu wollen. Im vertraulichen Rahmen können Betroffene voneinander profitieren und Anregungen erhalten, die Beziehung neu zu beleben oder ein partnerschaftliches Ende zu finden.

Die neue Gruppe startet für alle Interessierten am Di., dem 21. August 2018 von 19.30 – 21.30 Uhr. Anmeldungen für die Teilnahme an 10 Treffen (Kosten: 120,00 Euro) sind ab sofort möglich im Kath. Bildungszentrum in Darmstadt, Telefon 06151 – 20963, Email: nr30@bistum-mainz.de oder über den folgenden Link zum Anmeldeformular auf der Homepage des kath. Bildungszentrums: https://www.nr30.de/über-uns/anmeldeformular/

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