Eine große Chance für Schülerinnen und Schüler

Migrationsdienst des Caritasverbandes Darmstadt e. V. bietet an 15 Schulen Hausaufgabenhilfe an

Nächste Woche Freitag gibt es Sommerferien – und Zeugnisse! Bei einem Sommerfest treffen sich Männer und Frauen, die dazu beitragen, dass dieser Tag für viele Kinder in Darmstadt ein erfolgreicher Tag wird, denn sie begleiteten über das Schuljahr hinweg Schülerinnen und Schüler in der Hausaufgabenhilfe.

Um diese präventive Hilfe in Darmstadt an 14 Grundschulen und einer Lernhilfschule anzubieten, braucht die engagierte Caritas Mitarbeiterin Gülsün Özcan ein großes Organisationstalent und viele Betreuungskräfte. Derzeit sind es 78. Durch sie konnten 435 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 16 Jahren aus 31 Staatsangehörigkeiten im Jahr 2011 das Angebot der Hausaufgabenhilfe in 35 Gruppen und Einzelbetreuung in Anspruch nehmen.

Auch nach den Sommerferien bietet der Migrationsdienst des Caritasverbandes Darmstadt e. V. diese wichtige Hilfe wieder an. An den 15 Schulen wird drei- bis viermal pro Woche für jeweils zwei Stunden in Kleingruppen mit Hilfe von Hausaufgabenhelferinnen und –helfern der Schulalltag bewältigt, die Sprachkompetenz erweitert und schulische Defizite aufgearbeitet. Probleme werden miteinander besprochen und Lösungen angepackt. „Die Hausaufgabenhilfe hat das Ziel,
Kindern die in benachteiligten Verhältnissen aufwachsen, zu schulischem Erfolg zu verhelfen. Das heißt, wir wollen, dass Kinder von Anfang an gute Noten schreiben und diese auch im Verlauf ihrer schulischen Laufbahn halten. Je früher eine Unterstützung anfängt, desto besser und nachhaltiger“, erklärt Maria Antonia Estol, Leiterin des Migrationsdienstes Darmstadt.

Reicht dieses Gruppenangebot nicht aus, so gibt es dank der finanziellen Beteiligung des Ausländerbeirats das Angebot einer Einzelbetreuung. 2011 erhielten 40 Kinder eine solche Einzelbetreuung. Diese ist dann notwendig, wenn Kinder - oft mit Migrationshintergrund – wegen mangelnder Ausdrucksfähigkeit besondere Förderung benötigen. Zum Beispiel, weil sie als so genannte „Seiteneinsteiger“ ohne Deutschkenntnisse ins laufende Schuljahr eingeschult werden oder weil den Kindern und Jugendlichen Nichtversetzung bzw. Förderschuleinweisung droht.

Diese Angebote geben Kindern und Jugendlichen Hoffnung auf eine gute Zukunft. Es gibt mutmachende Beispiele: ein Schüler, der vor Jahren kurz vor dem Wechsel auf die Förderschule stand erhielt Einzelbetreuung und die Unterstützung und Beratung, die zu diesem Zeitpunkt nötig war. Heute ist er Sozialpädagoge und dem Team des Migrationsdienstes für sein Engagement sehr dankbar. Oder ein Schüler, der dank der Betreuung das Gymnasium besucht und nun selbst Hausaufgabenhelfer ist sowie eine junge Frau, die heute Einzelbetreuung erteilt, da sie selbst durch diese ihren schulischen Weg gehen konnte.

Die Hausaufgabenhilfe finanziert sich fast zu gleichen Teilen durch die Stadt Darmstadt, das Kultusministeriums und durch Eigenmittel des Caritasverbandes Darmstadt. „Unserem Verband ist dieses Unterstützungs- und Hilfeangebot sehr wichtig, weil wir damit einen Beitrag leisten, dass diese Kinder die Chance auf eine gute Zukunft in Deutschland haben werden. Grundlage ist ein guter Schulabschluss, der ihnen einen Ausbildungsplatz sichert oder gar den Zugang zur Hochschule. Wir wollen mit der Hausaufgabenhilfe einen Beitrag leisten, Integrationspolitik effizient umzusetzen. Wir möchten, dass unterschiedliche Lebensrealitäten wahrgenommen und anerkannt werden, und dass Menschen selbstverständlich in allen Bereichen des Lebens teilhaben können und nicht ausgegrenzt werden“, so Caritasdirektor Franz-Josef Kiefer.

Zur Verbesserung der Sprachkenntnisse wird durch die Caritas zusätzlich dienstags und freitags von 14 bis 16 Uhr ein Sprachkurs in der Götheschule angeboten.

Die Mitarbeiterin des Migrationsdienstes Gülsün Özcan koordiniert aber nicht nur die Hausaufgabenhilfe in Darmstadt. Sie arbeitet auch eng mit den Schulen und dem staatlichen Schulamt zusammen, berät und informiert zu Schul- und Ausbildungsfragen. Dazu führt sie viele Elterngespräche und gewährleistet die nötige Anleitung der Helferinnen und Helfer, sowie regelmäßige Aus- und Fortbildungen. Von den 78 Helferinnen und Helfern sind 65 Honorarkräfte, 13 Personen arbeiten ehrenamtlich.

Ehrenamtliche Unterstützung wäre für über 60 Kinder, die derzeit noch auf Wartelisten stehen eine echte Hilfe. Alle, die Lust haben, ehrenamtlich mitzuarbeiten und alle, die für ihr Kind einen Hilfebedarf sehen, können sich gerne bei Gülsün Özcan unverbindlich informieren.

Kontakt:
Hausaufgabenhilfe des
Caritasverbandes Darmstadt e. V.
Gülsün Özcan
Tel.: 06151 999143

Die Schulen im Überblick:
Astrid-Lindgren-Schule, Chr. Morgenstern-Schule, Erich-Kästner-Schule,
Ernst-Elias-Niebergall-Schule, Friedrich-Ebert-Schule, Georg-August-Zinn-Schule, Goetheschule, Heinrich-Heine-Schule, Käthe-Kollwitz-Schule, Heinrich-Hoffmann-Schule, Ludwig-Schwamb-Schule, Mornewegschule,
Schillerschule, Wilhelm-Busch-Schule, Wilhelm-Hauff-Schule

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