Hilfemöglichkeiten bei Glücksspielabhängigkeit
„Glücksspiel? – Hau‘ Dein Geld doch gleich in die Tonne!“

Hessenweiter Aktionstag zur Glücksspielsucht – Stand der Caritas am Ludwigsplatz in Darmstadt

Helga Lack und Cindy Ziergiebel machten am hessenweiten Aktionstag zur Glücksspielsucht am Ludwigsplatz mit zwei großen Mülltonnen passend zum Motto: „Glücksspiel? – Hau‘ Dein Geld doch gleich in die Tonne!“ auf die Gefahren von Glücksspielen und ihr Suchtpotenzial.aufmerksam. Sie informierten über die hohen Verluste und Risiken von Glücksspielen und über die Hilfemöglichkeiten bei Glücksspielabhängigkeit. Glücksspielsucht ist eine Krankheit. Seit 2001 ist sie von den Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern als behandlungsbedürftige Krankheit anerkannt.

In Hessen haben mehr als 37.000 Menschen massive Probleme mit Glücksspielen. Hinzu kommen zahlreiche Angehörige, die von dieser Problematik mitbetroffen sind. Ein Hilfeangebot findet sich in Darmstadt in der Wilhelm-Glässing-Straße 15-17. Dort beraten Helga Lack und Cindy Ziergiebel in der Suchtberatungsstelle des Caritasverbandes Darmstadt e. V. Betroffene und Angehörige zu ihren Fragen zur Glücksspielsucht. Neben der Stadt Darmstadt sind die beiden auch für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und den Kreis Groß-Gerau zuständig,

„Es gibt gute Heilungschancen“, sagt Helga Lack. Wichtig sei jedoch, die Motivation etwas zu ändern. Sehr wirksam sei es, sich in Spielhallen sperren zu lassen und eine Therapie, ambulant oder stationär, zu beginnen, um spielfrei zu werden. Je früher Glücksspielsucht erkannt wird und sich der Betroffene seine Probleme eingesteht, desto besser sind auch die Chancen, sich ohne weitere finanzielle, gesundheitliche und seelische Schäden aus der Abhängigkeit zu lösen.

Manche warten lange, bis sie bereit sind, Hilfe anzunehmen. Wenn die Glücksspieler in der sogenannten Verzweiflungsphase angekommen und keine Kontrolle mehr über das Spielen haben, ist die Verschuldung meist immens. Die Menschen sind existentiell am Ende, manche schlagen kriminelle Wege ein, die Suizidgefahr ist viermal so hoch wie bei anderen Süchten. So lange sollten auch Angehörige oder Freunde nicht zusehen. Pro Spieler sind 10-15 Menschen von der Sucht mitbetroffen. Sie leiden teilweise erheblich unter den Auswirkungen der Spielsucht und haben bei den Fachberaterinnen im Suchthilfezentrum ebenfalls die Möglichkeit, Hilfe zu bekommen.

Die Caritasmitarbeiterinnen beraten kostenlos und anonym und vermitteln auch in unterstützende ambulante und stationäre Behandlungen. Jeden Dienstag trifft sich außerdem eine Selbsthilfegruppe für Glücksspielabhängige zwischen 17:30 – 19:30 Uhr in der Fachklinik am Birkenweg 17, in Darmstadt. Hier kann jeder vorbeikommen und sich mit anderen Betroffenen austauschen.

Autor:

Claudia Betzholz aus Darmstadt-Süd

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