Malteser Kinderhospizdienst: Begleitung mit Rat und mit Tat Immer mehr Anfragen – Neue Helfer herzlich willkommen

Darmstadt. Wenn ein Kind schwer erkrankt ist, vielleicht sogar bald sterben muss, ist das für die betroffenen Familien ein schwerer Schlag. Hospizdienste sind für diese Kinder sowie für deren Eltern und Geschwister da – so wie der Malteser Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst Südhessen mit Sitz in Darmstadt. Speziell geschulte Ehrenamtliche begleiten ab Diagnosestellung. So wie bei Greta, ihrer Schwester und ihren Eltern.

Greta ist drei Jahre alt. Wer sie beim Spielen im Kinderzimmer beobachtet, erlebt ein fröhliches, aufgeschlossenes Kind. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass Greta nicht ganz gesund aussieht: Sie hat stets rote Wangen und kommt schnell aus der Puste. Dann verordnet sie sich selbst kurze Ruhepausen. Greta hat Lungenhochdruck – eine unheilbare Herz-Lungen-Erkrankung. Wie lange ihr Körper dieser Belastung standhält, ist unklar.

„Wir fühlen uns medizinisch sehr gut betreut – aber manchmal brauchen wir mehr als das“, sagt Gretas Mama Katrin Hetebrügge. Mit „mehr“ meint sie eine Person, die als Gesprächspartner für die Eltern und auch als Spielgefährte für Greta da ist. Mit Norma Skroch, Ehrenamtliche vom Malteser Kinderhospizdienst Südhessen, haben Gretas Eltern genau solche eine Person gefunden. „Frau Skroch ist uns eine großartige Unterstützung – mit Rat und mit Tat“, erklärt Gretas Papa Axel Schauf.

Bernhild Schneider, hauptamtliche Koordinatorin im Malteser Kinderhospizdienst, kennt die Situation betroffener Familien sehr genau. „In akuten Krankheitsphasen ist das Kind im Mittelpunkt. Dann stehen Ärzte, Familie und Freunde den Eltern zur Seite. Doch auch außerhalb dieser Phasen brauchen Eltern Unterstützung – und vor allem jemanden zum Reden“, weiß Bernhild Schneider aus Erfahrung.

Der Malteser Kinderhospizdienst hat zurzeit 26 ehrenamtliche Hospizbegleiter, die die Kinder und Familien ab Diagnosestellung begleiten – ein wesentlicher Unterschied zum Hospizdienst für Erwachsene, der die Begleitung in der letzten Lebensphase im Fokus hat. Die Hospizbegleiter werden in einem Kurs auf ihre besondere Tätigkeit vorbereitet.

„Der Kurs war eine wichtige und sehr wertvolle Erfahrung für mich. Er sensibilisiert für die besonderen Bedürfnisse der Kinder, der Eltern und auch der Geschwister“, sagt Norma Skroch, selbst mehrfache Großmutter. Fortbildungen und regelmäßiger Austausch mit anderen Hospizbegleitern geben zusätzliche Sicherheit.

„Die Anfragen betroffener Familien nehmen stetig zu, sodass weitere Helferinnen und Helfer herzlich willkommen sind“, sagt Bernhild Schneider.

Ein neuer Vorbereitungskurs startet am 6. November. Für Interessierte finden im Vorfeld zwei Info-Abende statt, bei denen der Malteser Kinderhospizdienst und die Inhalte des Kurses ausführlich vorgestellt werden. Die Termine sind am 9. Oktober in Darmstadt (Malteser Hospizdienst, Elisabethenstraße 34) und am 16. Oktober in Dieburg (Landrat-Gruber-Schule, Zufahrt über Holzhäuser Straße). Die Veranstaltungszeiten sind jeweils 19 bis 20.30 Uhr.

Ansprechpartnerinnen für Fragen rund um den Kinderhospizdienst sind Bernhild Schneider und Bettina Mathes. Sie sind zu erreichen unter der Telefonnummer 06151/22050 oder per E-Mail an kinderhospizdienst.darmstadt@malteser.org. Weitere Infos sind auch im Internet zu finden unter www.kinderhospizdienst.malteser-darmstadt.de.

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