Spektakulärer Headis-Cup in Darmstadt

Es ging sehr schnell zu auf der Platte.
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  • Es ging sehr schnell zu auf der Platte.
  • hochgeladen von Moritz Zschau

Am vergangenen Sonntag fand in der Böllenfalltorhalle in Darmstadt ein Event statt, welches für die meisten Sport-Fans ein völlig Unbekanntes ist: Headis Teatime Madness 2018. Dabei handelt es sich um eine Sportart, die in den jüngsten Jahren deutlich populärer geworden ist und in Darmstadt trafen sich die Besten der Besten, um um den Pokal zu spielen.

Wie sieht diese Sportart aus? Gespielt wird auf einer Platte, die der einer Tischtennisplatte sehr ähnlich ist - allerdings mit einem markanten Unterschied: Anstelle eines Netzes in der Mitte der Platte, findet sich eine Stange wieder, die im Spielverlauf noch eine wichtige Rolle einnehmen wird. Gespielt wird mit einem Ball, der deutlich größer als ein Tischtennis-; aber auch etwas kleiner als ein Fußball ist. Der Ball muss - wie beim Tischtennis - mittels einem Kontakt auf die gegnerische Seite der Platte gespielt werden - und das mit dem Kopf! Denn der Kopf ist das einzige erlaubte Körperteil, mit dem der Ball gespielt werden darf.

Angereist kamen aus ganz Deutschland und sogar Tschechien die besten Spielerinnen und Spieler. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern waren die jeweils Weltranglistenersten die klaren Favoriten in dem Turnier, welches durch die mitfiebernden Spieler und Zuschauer eine elektrisierende Stimmung erhielt. Gespielt wird immer bis 11 (ebenfalls wie beim Tischtennis) und Sieger eines Spiels ist derjenige, der zuerst zwei Sätze für sich entscheiden kann.

Bei den Damen schaffte es die Weltranglistenerste Klausi genauso ins Halbfinale wie der Weltranglistenerste Headsinfarkt. Doch im Halbfinale kam es bei den Damen zu einer Überraschung, denn die Spielerin FuWaTe konnte sich in drei Sätzen mit 2:1 gegen die Favoritin durchsetzen und somit ins Finale einziehen. Bei den Männern kam sogar der aus Darmstadt stammende Olaf ins Halbfinale, wo er sich aber trotz großartiger Unterstützung des Publikums gegen PressurePete aus Kaiserslautern mit 1:2 geschlagen geben musste. Immerhin: Im Spiel um Platz 3 drehte Olaf einen Rückstand und konnte am Ende als Dritter ebenfalls auf dem Träppchen Platz nehmen.

Sieger bei den Damen wurde FuWaTe die ein sehr defensiv geprägtes Finale am Ende deutlich für sich entscheiden konnte. So ziemlich das Gegenteil war das Finale der Männer zwischen dem hohen Favoriten Headsinfarkt aus Hannover und PressurePete: es entwickelte sich eine regelrechte spannungsgeladene Atmosphäre in der Halle, weil der Außenseiter PressurePete den Weltranglistenersten immer wieder in die Knie zwang. Am Ende des ersten Satzes konnte der Lauterer sogar einen 3-Punkte-Rückstand aufholen und entschied in der Verlängerung den ersten Satz für sich. Im zweiten Satz allerdings hatte er gegen einen auf einmal furios aufspielenden Headsinfarkt nicht den Hauch einer Chance - die Bälle flogen von einer Ecke zur anderen mit einer unbegreiflichen Geschwindigkeit. Am Ende hieß es 11:2, sodass es in den entscheidenden dritten Satz ging. Während des Spiels war es nahezu still in der Halle geworden, da die Zuschauer so mitgerissen wurden von der Spannung auf der Platte. Es war wie im ersten Satz ein Kopf-an-Kopf-Rennen, welches seinesgleichen suchte. Kurz vor Schluss hatte Headsinfarkt einen Vorsprung von 10:7, doch erneut schenkte er diesen her. Alle drei Matchbälle vergab er, sodass es auf einmal 10:10 stand. Pressure Pete, der Außenseiter, nutzte den eigenen Schwung und die Verunsicherung seines Gegners zum völlig überraschenden Turniersieg: Mit 12:10 bezwang der den hoch Favorisierten Headsinfarkt.

Am Ende stand nach der Siegerehrung noch für alle Spieler der Spaß im Vordergrund und das Turnier wurde im gemeinsamen Kreis ausgekostet. Bei der WM in Kaiserslautern in diesem Jahr wird es sicherlich noch eindrucksvoller zur Sache gehen - die Spannung ist vorprogrammiert!

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