Trotz guter Leistung deutliche Niederlage gegen den Rekordmeister

Fußball. Um jeden Ball gekämpft, mehr gelaufen als es eigentlich geht, defensiv sehr gut gestanden - und dennoch stehen am Ende keine Punkte da für den SV Darmstadt 98 nach dem Spiel gegen den Rekordmeister FC Bayern München. Denn letztendlich ist die individuelle Klasse der vielleicht besten Mannschaft der Welt einfach zu groß im Gegensatz zu den Lilien. Aber trotzdem wurde die Mannschaft trotz der 0:3 (0:1)-Niederlage zurecht von den 17.000 Fans im restlos ausverkauften Böllenfalltorstadion gefeiert.
Bayerns Trainer Pep Guardiola veränderte seine Startelf auf mehreren Positionen, da der Rekordmeister gleich drei Spiele innerhalb von sechs Tagen absolvieren muss. So kamen Sebastian Rode, Mario Götze, Joshua Kimmich und der ausgeliehene Coman in die Startelf der Münchner.
Die Partie begann aus Münchner Sicht sehr sehenswert. Die Bayern spielten schöne Kurzpassstafetten, ohne aber wirklich gefährlich vor dem Tor von Christian Mathenia zu werden. In der 10. Minute hatte der Chilene Arturo Vidal die erste Torchance, bekam den Ball nach Flanke von Douglas Costa aber nicht wirklich unter Kontrolle und traf aus kurzer Distanz nur das Außennetz. Neun Minuten später wäre der Rekordmeister dann beinahe in Führung gegangen, doch der fein getretene Freistoßt von Costa ging haarscharf am Darmstädter Tor vorbei.
Nur eine Minute später gingen die Bayern mit dem dritten Torschuss des Spiels verdient in Führung. Vidal wuchtete den Ball sehenswert aus gut 20 Metern mithilfe des Innenpfostens unhaltbar in das Gehäuse von Christian Mathenia.
Doch der Rückstand schien dem SV 98 neue Motivation zu geben und so wurden die Lilien auch offensiv immer stärker. Zunächst setzte sich Stürmer Stroh-Engel gegen Jerome Boateng im Laufduell durch und zwang Nationaltorhüter Manuel Neuer zu einer ersten Parade mit seinem Versuch aus 18 Metern (24.). In der 32. Spielminute hatte der FC Bayern dann großes Glück, dass der flinke und wendige Marcel Heller die Großchance zum 1:1, welches zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient gewesen wäre, nicht nutzte. Der Mittelfeldspieler kam aus sechs Metern frei zum Schuss, traf aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz.
Bis zur Pause gab es auf beiden Seiten noch kleinere Gelegenheiten, die aber allesamt ohne Torerfolg blieben. So ging es mit einem achtsamen 0:1 aus der Sicht der Lilien gegen den Titelverteidiger in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel setzten die Bayern immer mehr Prioritäten in der Offensive und spielten nun fast ein Handballspiel um den Strafraum der Südhessen. Chancen sprangen dabei für den schellen Franzosen Coman, der Mathenia per Schlenzer zu einer Glanzparade zwang, und Mario Götze, der nur das Außennetz traf.
In der 60. Minute hatten die 98er die nächste Chance auf den Ausgleich. Nach einer Flanke kam der eingewechselte Sandro Wagner aus kurzer Distanz freistehend zum Kopfball, verfehlte das Tor allerdings deutlich.
In der 62. und 63. Spielminute betrieb der ehemalige Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt Sebastian Rode dann etwas Werbung in eigener Sache. Zuerst tanzte er Fabian Holland aus und legte dann den Ball mustergültig auf den freistehenden Coman, der aus 10 Metern zum 2:0 für die Münchner einschob. Nur Sekunden später war dem SV 98 der Frust anzumerken, als Rode ohne Probleme an zwei Darmstädtern vorbeizog und erst frei vor Mathenia am Innenpfosten scheiterte, dann aber mühelos per Nachschuss zum 0:3 aus Darmstädter Sicht traf.
Das Spiel war nun gelaufen und der Rekordmeister tat noch etwas für die Ballbesitz- und Passquote, ohne dabei weitere ernstzunehmende Torchanen zu fabrizieren.
Am Ende gewann der Titelverteidiger verdient und gewohnt mit 3:0 beim Aufsteiger SV Darmstadt 98. Und dennoch können die Lilien stolz auf sich und ihre Leistung sein. Am Dienstag (22.09./20:00 Uhr) wartet mit dem Werder Bremen der nächste Gegner auf den SV 98. Dann sollen endlich die ersten drei Punkte im eigenen Stadion eingefahren werden.

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