Wenn es ums Geld geht...

Die Erfahrung zeigt, dass Betriebe wegen Forderungsausfällen oft unverschuldet in die Krise geraten. Handwerkerer haben also, ebenso wie die Kunden, ein berechtigtes Interesse, sich ihrerseits über die Zuverlässigkeit ihrer Geschäftspartner und Kunden zu informieren. Gerade wenn die Konjunktur unsicher erscheint lässt oft auch die Zahlungsmoral nach. Firmen- und Personenauskünfte können hier eine Orientierung bieten. Dem entsprechend werden immer mehr Auskünfte über die finanzielle Lage von Privatpersonen und Firmen bei den ca. 130 selbstständigen Auskunftsunternehmern in Deutschland bestellt.

Handwerksbetriebe sind davon doppelt betroffen, sowohl als Gläubiger wie auch als Schuldner. Eine Vielzahl an Informationen sind für die Einschätzung von Geschäftspartnern und Kunden von Bedeutung, z.B. Bilanzen, Besitz- und Beteiligungsverhältnisse, Marktaktivitäten, Ratings oder Zahlungsverhalten.

Ein Branchenführer ist die Creditreform e.V. die Firmenauskünfte bietet. Die bekannte Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) nimmt eine Sonderstellung ein. Sie versteht sich als Selbsthilfeorganisation von Unternehmen mit speziellen Kreditrisiken wie Banken, Online-Shops und Telekommunikationsfirmen und bedient nur feste Vertragspartner – zurzeit 4.500 – mit rund 70 Millionen Auskünften pro Jahr.

Die Preise für Personenauskünfte sind recht günstig. Anders ist die Situation bei Firmenauskünften. Das Preisspektrum gängiger Berichte startet hier deutlich höher ab ca. 80 Euro.

Innungsfachbetriebe sollten die Möglichkeit prüfen, ob über die Fachorganisation Rahmenverträge mit Auskunftsunternehmen zu vergünstigten Konditionen bestehen.

Wirtschaftsinformation – bekannte Anbieter
Vereine der Creditreform e.V.: Zusammenschluss von 130 selbstständigen Unternehmern. Datenbank Deutschland: 3,6 Mio. Unternehmen, 20 Mio. Personen. Europa: 22 Mio. Unternehmen*

Schufa Holding AG: Aktionäre sind Handels und Dienstleistungsunternehmen (15,4 Prozent), Genossenschaftsbanken (7,4 Prozent), Privatbanken (19,6 Prozent), Spezialkreditinstitute (33 Prozent) und Sparkassen (24,6 Prozent) Datenbank Deutschland: 63 Millionen Personen.

Autor:

Harald Schlapp aus Darmstadt-Süd

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