Ist Bio in jedem Falle gesund?

Heutzutage muss alles schnell und am besten sofort sein. Das kann vor allem für Singles auch schon mal bedeuten, dass sie ein in der Mikrowelle aufgewärmtes Fertiggericht neben dem Mülleimer stehend in sich rein stopfen, um nach dem Wegwerfen der Aluschale direkt weiter zum nächsten Termin huschen zu können.

Leckere Auswahl gibt es ja genug und schnell lässt man die eine oder andere Dose Linsensuppe oder eine 5 Minuten Terrine, auf den Boden des Einkaufkorbes wandern. Fertiggerichte ermöglichen nun mal die schnelle Küche und man hat die Hoffnung, den Tageszeitplan wirklich abarbeiten zu können. Wie ungesund das Essen im Stehen so schon ist, muss wahrscheinlich gar nicht erst angesprochen werden, aber was lässt man auf die Schnelle eigentlich in den eigenen Magen?

Dem ein oder anderen mag da direkt der Skandal mit den falsch deklarierten Produkten in den Sinn kommen. Es wurde Lasagne mit Schweinefleisch angepriesen, aber gegessen hat man letztendlich Pferdefleisch. Für viele Pferdeliebhaber war das eine sehr einschlagende Nachricht aber auch wenn man damit kein so großes Problem haben mag, darf man den Fakt nicht vergessen, dass das nicht der einzige Fall gewesen sein muss, bei dem wir Verbraucher etwas ganz anderes als gedacht in fünf Minuten runtergeschlungen haben.

Einige haben dann entdeckt, dass es seit einer Weile auch Fertiggerichte in der Tiefkühltruhe gibt, die ein Biosiegel aufgeklebt haben und kaufen sich ein solches Minutengericht mit ruhigem Gewissen da sie denken mit diesem Siegel steht fest, dass es gesund ist.

Fast Food in Bio-Qualität

Schaut man sich die konventionellen Produkte und die Fertigprodukte in Bio-Qualität im Vergleich an, merkt man sofort; das Äußere kann wie so oft täuschen. Haut man beispielsweise Fischstäbchen beider Art in die Pfanne, würde man rein äußerlich zu den konventionellen greifen, da sie durch die Panade schön goldbraun gebraten sind, wo hingegen die Bio-Fischstäbchen ein bisschen farblos aussehen. Dafür weiß der Gaumen letztendlich was man hat, denn sie schmecken viel eher nach Fisch. Das liegt mitunter daran, dass Verdickungsmittel, Säureregulatoren, gehärtete Fette und Emulgatoren bei Bio-Produkten keinen Platz haben. Laut Öko-Verordnung müssen mindestens 95 Prozent der Zutaten eines Fertiggerichtes aus ökologischem Anbau stammen.

Aber auch ein Bio-Siegel schützt nicht vor ungesunder Kost. Zucker bleibt auch mit Biostempel Zucker und fetthaltige Speisen werden durch Bio-Qualität noch lange keine Mahlzeit für die Diät. Im Grunde steht drunter, dass es für Körper und Geist gesünder ist, wenn man sich von seinem Tagesplan genügend Zeit abzwackt um ein gesundes und auch leckeres Essen zuzubereiten und an einem gemütlichen Tisch in Ruhe zu sich zu nehmen.

Autor:

Karin Brauer aus Darmstadt

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