Meteorit trifft russische Schule

Dieser Meteorit wurde 2001 über dem US-Bundesstaat Washington fotografiert.
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  • Foto: dpa
  • hochgeladen von Gido Heß

Moskau (dpa) - Beim Einschlag eines Meteoriten am Uralgebirge sind nach Angaben russischer Behörden im Gebiet Tscheljabinsk Dutzende Menschen verletzt worden. Getroffen worden sei auch eine Schule in Tscheljabinsk, teilte das Zivilschutzministerium der Agentur Interfax zufolge am Freitag in Moskau mit.

Die Rede war zunächst von vier Verletzten. Sie waren vermutlich von Scherben zersplitterter Scheiben getroffen worden. Teile des Meteoriten seien in Häuser eingeschlagen und hätten Dächer und Scheiben zertrümmert, hieß es.

Medien berichteten, dass sich viele Bürger an die Behörden mit der Bitte um Hilfe gewandt hätten. Demnach gab es weitere Verletzte. Atomanlagen der Gegend seien nicht betroffen, berichtete der Staatskonzern Rosatom laut Agenturberichten.

Wolken werden "2012 DA14" am Freitag wohl vor Blicken schützen.
Vizeregierungschef Dmitri Rogosin sprach sich für eine internationale Initiative zur Errichtung eines Schutzsystems aus, mit dem nicht nur frühzeitig vor gefährlichen Objekten aus dem Weltall gewarnt, sondern diese auch zerstört werden können.

Weder Russland noch die USA hätten die Möglichkeit zur Abwehr solcher Objekte, meinte der für die Raumfahrt zuständige Politiker. Eine Kommission der russischen Rüstungsindustrie werde sich nun mit dieser Frage befassen, kündigte Rogosin an.

"Man kann nach solchen Objekten suchen, das macht die Esa auch sehr erfolgreich und viele andere Organisationen auch. Das Problem ist: Man kann die mit den heutigen Mitteln der Technik nur bis zu einer bestimmtem Größe entdecken und dann braucht man auch noch Glück. So ein Objekt wie da in Russland runtergekommen ist, das maximal vielleicht einen Meter groß war, würde ich schätzen, oder zwei, ist mit den heutigen Mitteln der Technik praktisch nicht zu entdecken vorher."

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