100 Jahre – Darmstädter Sezession spannt den Bogen
100 Tage Festival in Darmstadt und Berlin vom 8. Juni bis 15. September 2019

Die Darmstädter Sezession feiert ihr 100. Jubiläum an 100 Tagen mit dem Kunstfestival „Den Bogen spannen“ vom 8. Juni bis 15. September 2019 in Darmstadt und Berlin. Ihr Centennial begeht die Künstlervereinigung nicht einfach als Retrospektive, es ist ein Festival der Gegenwart und mit Blick auf die Zukunft. Gezeigt wird das breite Spektrum des schöpferischen Ausdrucks von mehr als 150 Kunstschaffenden im gesamten Stadtgebiet – mal figurativ, abstrakt, konkret oder überraschend anders. International bekannte Namen wie Annegret Soltau und Vera Röhm sind dabei. Zahlreiche Gattungen und Genres finden sich in den Werken von Künstlern verschiedener Generationen, von Sezessionisten und Gastkünstlern. Etwa 100 Programmpunkte wird es während des Festivals an mehr als 20 Orten in der Stadt geben, dazu zählen Kunstpräsentationen, Vorträge, Lesungen, Konzerte, Symposien und Führungen. Viele der 23 Ausstellungen haben die Mitglieder selbst kuratiert.

Von Antes bis Zadkine

Im Museum Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe werden unter dem Titel „Positionen der Sezession“ im Wechsel Exponate von Sezessionisten aus der Städtischen Sammlung zu sehen sein. Den Fotografen widmet sich eine Schau im Weißen Turm. Die medienübergreifende Ausstellungskomposition „Sezession hoch n“ zeigt im Designhaus das kreative Potenzial der Künstlervereinigung. Dem großen Format gilt eine Schau mit Werken etwa von Franz Baumgartner, Barbara Bredow und Karl Oppermann. Das ehemalige Atelier des Georg-Büchner-Preisträgers Carl Gunschmann – Mitbegründer und Präsident der Sezession – der Porträts im Stil der Neuen Sachlichkeit malte, öffnet seine Pforten und erlaubt den Blick zurück.

Die dreidimensional arbeitenden Sezessionisten treffen sich unter anderem auf dem Freigelände des Designhauses. Hier stellen abstrakte Künstler wie Vera Röhm und Achim Pahle neben figurativen Bildhauern wie Waldemar Otto und Thomas Duttenhöfer aus. Die Ziegelhütte wird für drei Wochen zum Wohnort von sechs Kunstschaffenden, die an einem Symposium auf dem Oberfeld teilnehmen. Unter dem Titel „Helmpflicht“ macht die Sezession aus der Baustelle des Vorplatzes an der Kunsthalle eine Tugend und geht ins experimentelle Format: Der Bogen wird gespannt vom Bau zum Atelier, von der Arbeit zur Kunst, vom Geist zur Schaufel, vom White Cube ins Erdreich.

Für die Jüngeren treten unter anderem der Videokünstler Ruben Aubrecht, der Berliner Maler Ryo Kato, die Frankfurter Bildhauerin Emilia Neumann und die Performance-Künstlerin Mila Hundertmark an. Der Multimediakünstler Thomas Georg Blank führt durch das atmosphärische Dickicht der Stadt und geht der Frage nach, warum wir uns an Orten wohlfühlen oder nicht.

Kunst am Bau: Von mehr als 500 Exponaten in Darmstadt stammt über die Hälfte von Sezessionisten. Bei den Führungen „Antes bis Zadkine“ werden exemplarisch Spuren gezeigt, die 44 Künstler im städtischen Raum hinterlassen haben. Vier Kunstrouten verbinden fußläufig einen Großteil der mit Hinweisen gekennzeichneten Werke. Raus aus den Hallen und hinein ins städtische Leben: Zehn Kunstpräsentationen ziehen in zehn Schaufenster des Handels ein. Passanten und Flaneure erleben durch visuelle Hinweise auf ihrem Weg Kunst hautnah und gelegentlich auch ganz unerwartet. Digital werden sie durch eine interaktive Karte und den virtuellen Museumsdirektor begleitet.

Das vollständige Programm finden Sie auf der Festival-Webseite www.denbogenspannen.de

Autor:

Iris Vollmann aus Darmstadt-Süd

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