Der MGV 1845 Münster auf großer Fahrt

Erläuterungen bei der Deutschen Marine durch den Lt. Militärdekan Rainer Schadt
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Der MGV 1845 Münster auf großer Fahrt
Vier Tage Kiel erweitern den Horizont, obwohl die Schirme meist aufgespannt waren.

Um es vorweg zu sagen: 700 km lassen sich fahren und die Elbtunnels auf der Hinfahrt sowie diverse Staus auf der Rückreise ziehen die Zeit ungewollt in die Länge. Die Kieler Brauerei entschädigte in hohem Maß für die Fahrt und einmütig hörte man die Feststellung: hier gehen wir noch einmal hin.
Der weitere Ablauf sah ein dichtes Programm, das von Dieter Richter und Werner Ellermann konzipiert und vor Ort in Kiel vom Leitenden Militärdekan Monsignore Rainer Schadt und seinen Mitarbeitern umgesetzt wurde. An dieser Stelle ist ein hohes Lob für den Einsatz der beteiligten Herren fällig.
Pünktlich um 8.30 Uhr am 22.7. erfuhren wir von Kapitänleutnant Langenbuch in einer Präsentation alles Wissenswerte über den Auftrag und die Struktur der Deutschen Marine. Anschließend war Kaffeepause und dann ging´s auf die Schiffe oder besser: Boote, wie es korrekt heißt. Unterwegs konnten wir noch einen Blick auf die „Gorch Fock“ werfen, die ebenfalls im Hafen lag. Auf einem Minenräumer wurden wir vom Kommandanten in Empfang genommen, kurz eingewiesen und dann von fachkundigen Marinesoldaten durch das Boot – ein kleines Wunderwerk an Technik – geführt. Anschließend war Mittagspause und wir wurden in der Truppenküche zum Essen erwartet.
Der Bus brachte uns dann zum Marineehrenmal nach Laboe, dem sogenannten Scheerhaus. Es hatte aufgehört langsam zu regnen; Regenschirme blieben weiterhin aufgespannt, wir durften freundlicherweise im Trockenen stehen, während Dr. Arne Witt, der Historiker vor Ort – ohne Schirm – seinen Vortrag begann. Eine höchst interessant, fachlich äußerst fundierte und spannend vorgetragene Angelegenheit.
Dr. Witt brachte uns vor allem nahe, dass Laboe und das Marineehrenmal vor allem eines sind: ein Mahnmal, ein Ort der Trauer und ein Ort des Gedenkens an die vielen zehntausend Tote der zivilen und der militärischen Seefahrt. Das anschließende Abendessen in der Forstbaumschule rundete einen ebenso ereignisreichen wie interessanten Tag ab.
Am Samstag, dem 23.7. wurden wir von unserem Mitglied Rainer Schadt und seinen Mitarbeitern im Schleswig-Holsteinischen Freilichtmuseum in Molfsee unmittelbar vor den Toren Kiels erwartet. Ein Muss für Besucher in Deutschlands Norden. Vor Ort hatten wir wieder das Vergnügen von fachkundigen Menschen geführt zu werden in der weitläufigen Anlage erfuhren wir so manches über die Lebensweise, die Besitz- und Erbverhältnisse (es gab dort den Zustand, dass der jüngste Sohn den Hof erbt; Frauen hatten wie sonst auch buchstäblich nichts zu erben) im heutigen Schleswig-Holstein vor mehreren hundert Jahren - rosige Zeiten waren das allesamt nicht - und die verschiedenen Haustypen in Dithmarschen, Schleswig und Holstein.
Ebenfalls am Samstag um 15.00 Uhr feierte der Monsignore mit uns Gottesdienst in der Kieler Sankt Nikolauskirche. Die geplante Schwentinetalfahrt mit offenen Booten fiel dem Regen zum Opfer. Dafür war der Besuch in der Oppendorfer Mühle ein weiterer kulinarischer Höhepunkt. Walter – Morlock – Huther dirigierte ein paar Lieder; der Regen blieb draußen und die Stimmung drinnen war prächtig. Nach der Ankunft in Kiel wurde dann auf verschiedene Weisen das Kieler „Nachtleben“ erkundet.
Am Sonntag ging´s zurück und gegen 21.00 Uhr waren wir alle wieder wohlbehalten und um viele neue Eindrücke reicher wieder in Münster angelangt.
Bleibt die abschließende Feststellung: der Norden Deutschlands lohnt allemal einen Besuch und wenn man – wie wir – vor Ort ein Vereinsmitglied namens Rainer Schadt mit den Möglichkeiten des Leitenden Militärdekans hat, dann wird das ganze Unternehmen noch mindestens eine Stufe interessanter und eindringlicher. An dieser Stelle sagen wir allen verantwortlichen Menschen ein herzliches Dankeswort und vergessen dabei auch nicht die ganze Reisegruppe zu loben: „Mädels“ und „Jungs“ ihr wart einfach klasse!

Autor:

Werner Ellermann aus Darmstadt

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