Neues Keltenmuseum am Glauberg öffnet heute seine Pforten

Wo vor 2500 Jahren Kelten lebten, kann zukünftig auf deren Spuren gewandelt werden. Doch wer waren eigentlich diese Kelten?

"Das ist eine gute Frage. Das ist genau das, dieser Frage wollen wir hier in der Keltenwelt am Glauberg nachgehen. Menschen wie DU, wie Sie und Ich. Natürlich, die vor 2500 jahren gelebt haben. Die sicherlich auch ihre eigene Kultur hatten und genau auf diese Spur wollen wir uns begeben. Und wenn sie unsere Ausstellung hier besucht haben, dann sollen sie mehr wissen wer die Kelten waren. Auch wenn wir ehrlich sind, wir Archäologen können nicht alles zu 100% beantworten"erklärt Museumspädagoge Thomas Lessig-Weller.

Umso besser dass sich da die Besucher an Originalschauplätzen ein eigenes Bild machen können. Auch Ministerpräsident Volker Bouffier zeigte sich vom Konzept des Museums sichtlich begeistert:

"Es ist ein großer Tag für uns. Wir haben hier 17 Millionen investiert und das ist viel Geld. Aber es ist gut angelegt, denn nur wer weiß wo er herkommt, der weiß auch wie es in Zukunft werden soll."

Und in Zukunft sollen jede Menge Besucher auf den Glauberg kommen.

"Nicht nur die Fachwelt, sondern sehr sehr viele Menschen interessieren sich dafür. Das Interesse an Geschichte steigt ständig und auch an der Archäologie. Und mit dem Keltenfürst haben wir hier ein einzigartiges Exponat, das auf der Welt seinesgleichen sucht. Und deshalb bin ich sicher das wird ein Magnet. Das wird hier auch die ganze Gegend entsprechend beflügeln und auch für den Tourismus eine Menge bringen."

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen zahlreiche Funde, die in den 1990er Jahren in Herrschergräbern auf dem Glauberg entdeckt wurden. Bedeutendstes Stück der Sammlung ist die mannshohe Steinstatue eines aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. stammenden Herrschers.

"Der Keltenfürst als Fund ist einmalig. Und es ist bei den Kelten ja noch nicht so viel erforscht wie bei den Römern. Wir haben eine außerordentliche Chance mit der Keltenwelt international in den Fokus zu rücken und jeder der sich mit Kelten beschäftigt müsste am Glauberg gewesen sein, so bedeutend ist diese Fundstätte", so die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann.

Von ihren Anfängen über die Glauberger Zeit bis hin zu ihrer heutigen Bedeutung in Literatur oder Musik - die neue Keltenwelt präsentiert die Geschichte der Kelten mit Hilfe verschiedenster Medien.

Autor:

Philipp Kielbassa aus Darmstadt

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