Faszinierende Vielfalt
Ovationen für Thomas Gansch und das Sinfonische Blasorchester TSG Wixhausen

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Zum 10. Mal engangierte sich das Sinfonische Blasorchester der TSG Wixhausen (SBOW) mit einem Benefizkonzert für die Aktion „Echo hilft!“, die in diesem Jahr 5 Projekte aus dem Hospizbereich unterstützt. Zu diesem Jubliäum gelang den Wixhäusern ein echter Coup: Thomas Gansch, einer der innovativsten und kreativsten Trompeter weltweit, sagte als Solist zu. Der österreichische Virtuose füllt weltweit die Hallen und Konzertsäle.
Im ausverkauften Großen Haus des Staatstheaters Darmstadt präsentierte er das von Thomas Doss eigens für ihn kreierte „Fancy Vienna“. Es beginnt in einem leise perlenden Blues, der mit dem gedämpften Klang die passende Untermalung für eine Nachtszene in einem alten Film noir gewesen wäre. Nach dieser Einstiegssequenz folgte Virtuosität pur. Ob rhythmische Breaks im gesamten Blech oder im Orchestertutti, jazzige Duette zwischen Gansch und Saxofonsolistin oder auch exquisite Jazz-Sequenzen des Solisten vor orchestralem Hintergrund – die famose Darbietung wurde vom Publikum zu Recht lautstark gefeiert.
Doch das SBOW hatte an diesem Abend noch mehr zu bieten. Direkt vor dem furiosen Auftritt des berühmten Jazz-Trompeters überzeugten Dorothea Koller (Saxofon) und Benedikt Geiger (Trompete) mit ihren Improvisationen bei „Birdland“, einem Jazz-Standard von Joe Zawinul. Nicht minder glänzend gelang Claudia Laumann ihr Solo am Tenorsaxofon bei der Ouvertüre „Ein Morgen, ein Mittag und ein Abend in Wien“ von Franz von Suppé.
„Des Riesen Nixe“, die Vertonung des Märchens über den Riesen Erla, der seiner geliebten Nixe ein Schloss baut, für sie sogar seine Gestalt ändert und sie am Ende doch verliert, führte das Publikum an den Traunsee. Die perlenden Sequenzen vor allem im Holz ließen die Nixe vor dem geistigen Auge im Wasser tanzen, während der Riese majestätisch aus dem Blechregister grüßte.
Nach „One hand, one heart“ aus der West Side Story wurde es, passend zum 3. Advent, dann zum Schluss doch noch weihnachtlich. Dirigent Rainer Laumann hatte die Filmmusik zu „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ als offiziellen Abschluss des Abends ausgesucht. Der besondere Clou: durch die Besetzung mit zwei Blockflöten klang die Filmmusik genauso, wie man sie von den unzähligen Wiederholungen des Films im Ohr hat und kennt.
Zum endgültigen Schluss setzten die Schlagzeuger und der Dirigent dem ganzen noch die Krone – nein: die Nikolausmütze auf. Mit Philip Sparkes Calypso-Variante über „Marys Boy Child“ verabschiedeten sich die MusikerInnen bis zum Neujahrskonzert am 20.01.2019.

Autor:

Silke Gundlach aus Wixhausen

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