Die kleinen Großen

Wir lesen von Kriegen, Flucht und Morden,
von wild gewordenen Terror-Horden,
die Schlagzeilen uns ins Auge springen
von Taten, die nur Zerstörung bringen.

Leicht man so gewiss den Eindruck erhält:
es gibt ja nichts Gutes mehr auf der Welt.
Das Böse regiert, so viel steht doch fest,
und sich von niemandem aufhalten lässt.

Und doch geschieht auf ganz stille Weise
fast unbeachtet, weil eben leise,
viel Wunderbares in diesem Land,
das selten sich in einer Zeitung fand.

Kinder ziehen freudig von Haus zu Haus,
teilen singend den Segen Gottes aus,
sammeln für Kinder in Not dabei Geld,
um so besser zu machen unsere Welt.

Gern opfern sie ihre schulfreie Zeit,
sind bei jedem Wetter einsatzbereit.
Man findet sie in der Stadt, auf dem Land,
als Sternsinger sind sie uns wohlbekannt.

Sie tun mehr für den Frieden auf der Welt,
als einer, der nur große Reden hält.
Diese Kinder sind die wahren Helden,
haben sie sonst auch nicht viel zu melden.

Könnte unsere Welt nicht besser sein,
setzten reiche Länder sich für arme ein?
Nicht mit leeren Worten, sondern mit Taten.
Politiker, lasst Euch von Kindern beraten!

Autor:

Melitta Lohnes aus Darmstadt

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