Erhard Mattauch ist tot

Erhard ("Hardy") Mattauch ist tot. (gem-foto)

SEEHEIM-JUGENHEIM. „Ein Leben für die Mitmenschen und das Ehrenamt“,erklärt Bürgermeister Olaf Kühn als die Nachricht vom Tod von Erhard Mattauch im Rathaus eintraf. Völlig unerwartet ist der ehemalige Jugenheimer Wehrführer am vorvergangenen Dienstag gestorben.
„Kantig, deutlich, fair“ lautete eine Zeitungsüberschrift, als Mattauch nach 22 Jahren im November 2000 das Amt des Wehrfeuers der Freiwilligen Feuerwehr Jugenheim an seinen Nachfolger Horst Kuhnke abgab.
Bereits als kleiner Junge war er von der Feuerwehr fasziniert. Geboren wurde er im Sudetenland. 1947 kam er an die Bergstraße. Zunächst wohnte „Hardy“, wie ihn alle Freunde nannten, in Seeheim, wo er sogleich Feuerwehrmann wurde. 1963 zog er nach Jugenheim und wechselte in die dortige Wehr. Bis zu seinem Lebensende blieb er der Wehr treu. Der gelernte Installateur arbeitete seit 1963 bei der Bundesbahn. Auch dort war er 20 Jahre Wehrführer einer Betriebsfeuerwehr.
Sein Motto lautete: „Ich habe nie von jemandem etwas verlangt, was ich selbst nicht getan hätte“. So erinnern sich viele Jugenheimer an Mattauch, als vor vielen Jahren in Jugenheim Trinkwasseralarm ausgerufen herrschte. Damals trank er nach längerem Einsatz mutig ein Glas Leitungswasser. Als er auf den Beinen blieb, sagte er „nun ist alles wieder in Ordnung“. Er wollte das Ergebnis des Prüfinstituts nicht abwarten. „Seinen Jugenheimern“ fühlte er sich verpflichtet.
Doch sein ehrenamtliches Engagement für seine Mitmenschen ging weit über die Feuerwehr hinaus. Mit seiner Frau Ilse leitete er 20 Jahre den Seniorentreff in der Jugenheimer Bürgerhalle. Mit dem Ruhestand hatte er wenig im Sinn. So trat er für die Anliegen der Älteren ein und arbeitete im kommunalen Seniorenbeirat mit. Für seinen Einsatz erhielt er vor drei Jahren den Seniorenehrenpreis seiner Heimatgemeinde.
Außerdem war er Bass-Sänger in der Chorgemeinschaft und betätigte sich im Ortsverein vom Roten Kreuz.
Die Bürger können von ihm am Freitag (23.Januar) um 14 Uhr in der Freien Evangelischen Gemeinde, Am Bahnhof 1, in Jugenheim bei der Trauerfeier Abschied nehmen.

psj

Pressestelle der Gemeinde Seeheim-Jugenheim

Autor:

Karsten Paetzold aus Seeheim-Jugenheim

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