Neujahrsempfang der Gemeinde Seeheim-Jugenheim

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Hans-Jürgen Wickenhöfer (SPD) begrüßte die Gäste vom Neujahrsempfang der Gemeinde Seeheim-Jugenheim. Bürgermeister Olaf Kühn (parteilos) hielt die Ansprache.(v.l.n.r.)
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  • Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Hans-Jürgen Wickenhöfer (SPD) begrüßte die Gäste vom Neujahrsempfang der Gemeinde Seeheim-Jugenheim. Bürgermeister Olaf Kühn (parteilos) hielt die Ansprache.(v.l.n.r.)
  • hochgeladen von Karsten Paetzold

SEEHEIM-JUGENHEIM. „2015 war ein aufregendes Jahr, mit vielen emotionalen Momenten, mit Höhen und Tiefen - global als auch lokal.“ Mit diesen einleitenden Worten ließ Bürgermeister Olaf Kühn (parteilos) beim Neujahrempfang der
Gemeinde das alte Jahr Revue passieren.
Die Unterbringung und die Betreuung der Flüchtlinge waren eine große Herausforderung. Rund 270 Asylsuchende leben zurzeit in der Gemeinde. Darüber hinaus hat der Landkreis in zwei Kreissporthallen am Schuldorf kurzzeitig solche Flüchtlinge untergebracht, für die noch kein Platz in einer Erstaufnahmeeinrichtung zur Verfügung steht.
Seeheim-Jugenheim gehört damit zu den Kommunen im Land-kreis, die die meisten Asylsuchenden aufgenommen haben. „Wir sind bereit, einen höheren Aufwand bei der Bewältigung des Flüchtlingsaufkommens in Kauf zu nehmen. Das darf aber nicht zu einer dauerhaften ungerechten Zuweisung von Flüchtlingen innerhalb des Landkreises führen“, so Kühn. Deshalb und auch weil man Flüchtlinge nicht in Sporthallen unterbringen sollte, habe man sich erfolgreich gegen die Pläne des Landkreises gewehrt, in den beiden Kreissporthallen neuerdings Flüchtlinge unterzubringen, die über Monate auf die Bearbeitung ihres Asylantrags warten.
Dass das hohe Flüchtlingsaufkommen in der Gemeinde bisher so gut bewältigt werden konnte, ist nach Überzeugung des Bürgermeisters vornehmlich der Verdienst der vielen Menschen, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Aber auch deren Belastung sei begrenzt.
Höhepunkte 2015 waren für Kühn die Einweihung der neu gestalteten Ortsdurchfahrt Jugenheim und die Fertigstellung der Großsporthalle am Schuldorf, an der sich die Gemeinde finan-ziell beteiligt hat, um den örtlichen Vereinen zusätzliche Hallenkapazitäten zur Verfügung zu stellen.
Für 2016 sieht der Bürgermeister die Notwendigkeit, stärker in den Erhalt der kommunalen Infrastruktur zu investieren. Dazu gehören Straßen, Bürgerhallen und auch das Freibad. Das setzt aber die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde voraus. Da der jahrelangen Sparkurs nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat, weil Bund und Land ständig neue Aufgaben ohne ausreichende Kostenerstattung auf die Kommunen übertragen, war man notgedrungen gezwungen, die Grundsteuer zu erhöhen. „Den Unmut darüber kann ich verstehen“, so der Bürgermeister, „es ist aber ehrlicher vor der anstehenden Kommunalwahl das zu sagen, was notwendig ist, als hinterher.“

Im Anschluss an die Neujahrsansprache des Bürgermeisters überreichte Hans-Jürgen Wickenhöfer, Vorsitzender der Gemeindevertretung, den Umweltpreis der Gemeinde. Ausgezeichnet wurden die Erzieherinnen der Kindertagesstätte
Ober-Beerbach Bettina Neubecker und Ulrike Kohl, die mit ihren Kindergruppen ein Honigbienenprojekt durchgeführt hatten. Dafür waren sie mit dem dritten Platz beim Deutschen Tierschutzpreis in Berlin geehrt worden. Ebenfalls mit dem Umweltpreis ausgezeichnet wurde Mahmoud Bandeh Khda vom Naturschutzbund. Er bringt den Kindern in den Gruppen der Malchner „Wühlmäuse“ die Natur nahe und integriert Flüchtlinge in diese Arbeit.
psj
Pressestelle der Gemeinde Seeheim-Jugenheim

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