Zensus 2011

Rolf Zipf-Marks ist einer von rund 8.000 Erhebungsbeauftragten - auch Volkszähler genannt - in Hessen. In den nächsten drei Monaten geht er von Tür zu Tür und bittet die Bürger um Auskunft. Das macht er freiwillig und ehrenamtlich.

Dazu werden Angaben aus den Melderegistern der Kommunen und der Agentur für Arbeit genutzt. Informationen über Gebäude und Wohnungen werden direkt bei den Gebäudeeigentümern eingeholt. Der Fragebogen dient unter anderem der Abgleichung dieser Daten und besteht aus insgesamt 46 Fragen.

Der Unterschied zur Volkszählung von 1987 besteht darin, dass dieses Mal nicht jeder befragt wird. In Hessen müssen rund zwölf Prozent der Bevölkerung Auskunft geben.

Und Antworten ist Pflicht. Bei Weigerung droht ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro. Grundlage für die Befragung ist das Zensusgesetz vom 8. Juli 2009. Demnach müssen auf Anordnung der europäischen Union alle Mitgliedsstaaten bis 2011 eine Volks-, Gebäude und Wohnungszählung durchführen.

Das heißt, dass es in Deutschland 2020/2021 zur nächsten Volkszählung kommt.
Bei der aktuellen wird Rolf Zipf-Marks bis Ende August noch rund einhundert Leute befragen. Vor allem die Kontakte zu den Menschen und die neue Erfahrung haben ihn dazu gebracht Volkszähler zu werden.

Autor:

Philipp Kielbassa aus Darmstadt

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