Was beim Auto-Tuning zu beachten ist

Was beim Auto-Tuning zu beachten ist
  • Was beim Auto-Tuning zu beachten ist
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Heutzutage erfreut sich das sogenannte Tunen von Autos großer Beliebtheit. Fahrzeuge sowie Motorräder werden umgebaut oder verändert, um das Erscheinungsbild oder auch die Leistung an die Wünsche des Besitzers anzupassen. Doch Vorsicht – nicht jede Veränderung ist gestattet! Wann das Auto den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO) und der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) weiterhin entspricht und welche Sanktionen bei Nichtbeachtung drohen, erfahren Sie in folgendem Artikel.

Grundsätzlich existieren zwei Varianten des Tunings. Das sind zum einen die optische Veränderung und zum anderen die technische Verbesserung. Ersteres beinhaltet größtenteils Anpassungen bei der Lackierung der Beleuchtung, während beim technischen Tuning die Leistung des Fahrzeugs gesteigert werden soll. Genauso kann aber auch die Akustik des Motors oder der Auspuffanlage modifiziert werden.
Heute stellt das Tunen von Fahrzeugen ein weit verbreitetes Hobby dar, durch welches die Fahrer ihre Individualität und Kreativität zum Ausdruck bringen wollen. Auf speziellen Messen wird zudem das sogenannte Showtuning praktiziert.

Was kann ich an meinem Auto tunen?

Zunächst können technisch Versierte selbst Änderungen an ihrem Fahrzeug durchführen, es existieren jedoch genauso entsprechende Tuning-Werkstätten, die die Wünsche der Autobesitzer umsetzen. Dort können zum Beispiel individuelle Lackierungen, das Verchromen von Bauteilen oder Veränderungen an den Felgen vorgenommen werden.
Häufig soll auch die Beleuchtung am Fahrzeug individuell angepasst werden. So ist der Einbau von Tagfahrleuchten oder einer Unterbodenbeleuchtung bei Tunern sehr beliebt. Insbesondere hierbei müssen jedoch die vorgeschriebenen Bestimmungen der StVZO berücksichtigt werden, denn in den Paragrafen §§ 49 bis 54 ist die zulässige Intensität sowie die Farbe von Glühlampen und LEDs beschrieben. Zu dem Punkt der Beleuchtung gehören auch besondere Lackierungen, zum Beispiel in Neonfarben, welche ausschließlich von Feuerwehr und Rettungsdiensten verwendet werden dürfen.

Was ist beim Tunen erlaubt?

Selbstverständlich gibt es beim Tunen von Fahrzeugen diverse Möglichkeiten, sie sind jedoch nicht alle im öffentlichen Straßenverkehr zugelassen. Vielmehr existieren feste Bestimmungen, um die Sicherheit jedes Verkehrsteilnehmers zu gewährleisten.
Generell ist zu beachten, dass eine Leistungssteigerung des Motors genehmigungspflichtig ist, sobald sie fünf Prozent übersteigt. Aufgrund dessen sollten getunte Fahrzeuge nach den Umbauten immer dem TÜV oder der DEKRA vorgestellt werden. Dort wird zunächst geprüft, ob die Änderungen straßenverkehrstauglich und zulässig sind. Anschließend werden diese in den Fahrzeugschein eingetragen. Die entsprechende Bauartgenehmigung oder die allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile (ABE) muss anschließend jederzeit mitgeführt werden.
Wird das Auto ohne Genehmigung gefahren, folgt neben einem Bußgeldbescheid in der Regel die Entziehung der Betriebserlaubnis. Das ist nach § 19 Absatz 2 StVZO immer dann der Fall, wenn durch das Tuning die Fahrzeugklasse geändert wird, die Änderung nicht durch eine vorherige Prüfung abgenommen ist oder von dem modifizierten Fahrzeug eine Gefährdung des Straßenverkehrs ausgeht.

Ist die ABE vorhanden, wird aber nicht mitgeführt, droht lediglich ein Bußgeld in Höhe von 10 Euro. Liegt jedoch keine gültige Betriebserlaubnis vor, werden in der Regel bereits 50 Euro verlangt. Wurde durch das Fahren ohne Betriebserlaubnis zusätzlich die Umwelt beeinflusst, ist ein Bußgeld von 90 Euro angemessen. Die gleiche Summe plus einen Punkt in Flensburg erwartet Sie, wenn durch das Fahren ohne Betriebserlaubnis die Verkehrssicherheit beeinträchtigt wurde.

Weitere Informationen zum Auto-Tuning finden Sie unter www.bussgeldrechner.org/tuning.html.

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