Diamonds unterliegen Wiesbaden in hart umkämpften Spiel

Mit hoch erhobenem Kopf können die Spieler nach einem hart umkämpften Spiel vom Platz gehen.
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  • Foto: Alex Lienerth
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Mit 28:14 mussten sich die Diamonds in Wiesbaden geschlagen geben. Die Darmstädter führten sogar gegen den seit Jahren ungeschlagenen Tabellenführer Wiesbaden Phantoms und konnten mit 14:7 in die Halbzeitpause gehen.

Nach der 6:56 Hinspielniederlage der Diamonds gegen die Phantoms hätte niemand solch ein spannendes Spiel erwartet. Noch dazu, da die Darmstädter mit nur knapp 30 Spielern in Wiesbaden antreten konnten, während Wiesbaden mit über 40 Spielern aus dem Vollen schöpfen konnten.

Für die Diamonds fehlten wichtige Leistungsträger wie Tim Seibert und Benedikt Müller. Und während der Warm Ups musste dann auch noch der Starting Quarterback Tom Koschig mit einer Leistenverletzung aufgeben. Koschig hatte alles versucht, da dies sein letztes Spiel in der Jugend gewesen wäre, aber es hat leider nicht gereicht.

Für ihn übernahm kurzfristig Max Kreuzberger als Quarterback und im ersten Drive mussten sich die Diamonds im 4. Versuch zum Punt formieren. Wie bereits in vorherigen Spielen gelang Punter Luca Sack ein Fake und er lief selbst zum First Down.

Running Back Sadik Busch, der an diesem Tag der beste Diamond war, erlief einen spektakulären Touchdown und Luca Sack erhöhte zur 0:7 Führung.

Der folgende Kick Return der Phantoms ging bis weit in die Hälfte der Diamonds zurück und Kicker Sack konnte als letzter Mann den Return gerade noch stoppen. Bei diesem Spielzug zeigte sich die große Darmstädter Schwäche, Tackles nicht präzise auszuführen. Der Gegner konnte trotz Kontakt einfach nicht gestoppt werden.

Jetzt setzte D-Liner Jonathan Axt mit einem Quarterbacksack ein Zeichen, danach eroberte Kalle Dreieicher einen Fumble und im Gegenzug marschierten die Diamonds mit Läufen von Busch und Justin Gensler über das Feld.

Kreuzberger vollendete diesen Angriff selbst mit einem TD Lauf und Sack erhöhte zum 0:14. Solch einen Rückstand hatten die Gastgeber sicher nicht erwartet. Die Diamonds wurden von den zahlreichen Eltern, Familienangehörigen und Freunden bis zum Schluss lautstark unterstützt, während es auf der Wiesbadener Tribüne sehr ruhig blieb.

Der nächste Wiesbadener Angriff schien bereits gestoppt, da deren Ballträger Gerald Ameln bereits in den Armen der Darmstädter Verteidiger war. Doch diese konnten ihn nicht zu Boden bringen, Ameln befreite sich und erzielte den Touchdown zum 7:14 (PAT Tobias Fabian). Busch bringt mit seinen Läufen die Diamonds in Fieldgoal Reichweite, doch der Kick geht knapp vorbei. Jetzt entwickelt sich ein harter aber fairer Kampf beider Teams. Die starke Darmstädter Defense Line und die Linebacker Crew verhindern weitere Punkte der Phantoms. Dabei überzeugten vor allem Franz Dueck und Moritz Salge, die auch mit eroberten Fumbles und Interceptions für Turnovers sorgten. So ging es mit einer Darmstädter 14:7 Führung in die Halbzeit.

Wiesbaden in der zweiten Halbzeit stärker

Im 3. Quarter konnten die Phantoms mit einem Touchdown von Etienne Cardoso und PAT von Fabian zum 14:14 ausgleichen. Mit diesem Unentschieden ging es in das 4. Quarter und jetzt mussten die Gäste der Hitze und dem kleinen Kader Tribut zollen. Jerry Weishaupt, Vincent Gehrlein, Justin Gensler, Jonathan Axt und Ovid Eisenhut mussten auf dem Feld behandelt werden und konnten nur unter Schmerzen weiterspielen. Luca Sack musste jetzt auch in der Defense aushelfen, weil es dort nicht mehr genügend einsatzfähige Spieler gab.

Der Rest der Diamonds zeigte eine tolle Moral und kämpfte bis zum Schluß. Wiesbadens Quarterback Tom-Emil Meissner zeigte in dieser Schlussphase seine Klasse und Routine. Wenn er keine freie Anspielstation fand, lief er selbst und holte so einen First Down nach dem anderen. Dann warf er einen TD Pass auf Robin Walther und Wiesbaden ging erstmals mit 21:14 in Führung, PAT Fabian. Dem konnten die Diamonds nichts mehr entgegensetzen und mussten kurz vor Schluss noch einen weiteren TD von Ameln hinnehmen, PAT Fabian.

Das 28:14 war dann auch das Endergebnis, welches deutlicher aussieht, als es der Spielverlauf hergab. Darmstadt zeigte sich als fairer Verlierer und die Jungs konnten mit erhobenem Haupt das Feld verlassen. Auf diese Leistung können alle sehr stolz sein, das war echtes „Bleeding Blue“.  Jetzt haben die Diamonds beim nächsten Heimspiel gegen die Mainz Golden Eagles noch die Gelegenheit für einen versöhnlichen Saisonabschluss und eine ausgeglichene Bilanz.

Text: Holger Weishaupt

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