Arbeitgeber sind zu wenig auf demografischen Wandel vorbereitet

Wer seine Angehörigen pflegen muß, kann Probleme bei der Vereinbarkeit mit dem Beruf bekommen
  • Wer seine Angehörigen pflegen muß, kann Probleme bei der Vereinbarkeit mit dem Beruf bekommen
  • hochgeladen von Gido Heß

Eine Studie belegt, dass rund zwei Drittel der Personal-Entscheider keinen Handlungsbedarf sehen.
Nach einer Umfrage sind deutsche Unternehmen häufig nicht auf den demografischen Wandel vorbereitet. Noch viel weniger auf die so genannten Altersgerechte Arbeitsplätze. Mit 67 Prozent sehen etwa zwei Drittel der Personaler weder akuten noch zukünftigen Handlungsbedarf, etwa pflegenden Angestellten die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu erleichtern. Damit scheine das Groß der Unternehmen noch nicht für den Unterstützungsbedarf von pflegenden Berufstätigen sensibilisiert. Das Forsa-Institut führte diese Umfrage durch. Befragt wurden 200 Personalentscheider in mittelständischen Unternehmen. Nach diesen Angaben pflegen oder unterstützen derzeit etwa 13 Prozent derErwerbstätigen zwischen 40 und 65 Jahren in Vollzeit- oder Teilzeit einen pflege- und hilfebedürftigen Menschen.
Ein Bewusstseinswandel ist notwendig.
Ich meine, mit Blick auf die steigende Zahl von Erwerbstätigen, die sich parallel zur Kindererziehung um ihre pflegebedürftigen Verwandten kümmern müssen, ist ein Bewusstseinswandel im Arbeitsumfeld notwendig. Wichtig sind Maßnahmen, um Berufstätige zu entlasten, die mit Blick auf die Vereinbakeit von Beruf und Pflege schnell in eine Überforderungsspirale gelangen könnten. Unternehmen müssten sich besser über das vor vier Jahren in Kraft getretene Pflegezeitgesetz informieren. Laut Studie gaben lediglich etwa 16 Prozent der Personalchefs an, die gesetzlichen Details zu kennen. Nur neun Prozent der Personalchefs hätten sich mit dem im vergangenen Jahr eingeführten Familienpflegezeitgesetz auseinandergesetzt.

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