Caritas Sozialstation erweitert das Versorgungsgebiet

Umfassende Hilfen für Pflegebedürftige und Angehörige nun auch im ganzen Weschnitztal

Der Wunsch, im eigenen Zuhause zu leben, und das so lange wie möglich, ist im höheren Alter oft nur mit professioneller Hilfe möglich. Auch die immer kürzer werdenden Liegezeiten in den Krankenhäusern stellen für viele nach Operationen oder Unfällen ein großes Problem dar: die Patienten werden sehr früh aus den Kliniken entlassen und benötigen dringend eine entsprechende häusliche Versorgung. So auch im Weschnitztal. Viele Anfragen gingen bei der Caritas Sozialstation in Mörlenbach ein, ob diese auch individuelle Hilfeangebote für die Menschen aus dem ganzen Weschnitztal anbieten könne. So entschloss sich das multiprofessionelle 16-köpfige Team die breite Palette an Angeboten nun auch im Weschnitztal, von Birkenau bis Fürth, vorzuhalten.

In der neuen Namensnennung Caritas Sozialstation Mörlenbach-Weschnitztal fehlt zwar nun die explizite Erwähnung der Gemeinden Gorxheimertal und Abtsteinach, doch diese Gemeinden gehören selbstverständlich weiterhin zum Versorgungsgebiet.

„Die Palette an Hilfeleistungen für alle Menschen, unabhängig von Kultur und Religion, ist sehr umfangreich und wird jeweils individuell abgestimmt - und das seit über 25 Jahren, denn bei der Caritas hat die Pflege Tradition“, so Dienststellenleiterin Christine Bauer. Sie ist stolz auf ihre fachlich qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die regelmäßig nach neuesten pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen geschult und fortgebildet werden. „Auch die Umsetzung aktueller hygienischer Richtlinien, wie beispielsweise der Umgang mit der Schweinegrippe, sowie Schulungen zum Infektionsschutzgesetz sind bei uns eine Selbstverständlichkeit.“

Neben einer Grund- und Regelversorgung können durch speziell ausgebildete Wundmanager Patienten mit noch nicht ausgeheilten oder chronischen Wunden im eigenen Zuhause versorgt werden. Zwei Mitarbeiter sind außerdem im Bereich „Palliativ Care“ ausgebildet. Dadurch können Schwerkranke und sterbende Menschen noch intensiver und umfassender versorgt werden, in enger Zusammenarbeit mit der eigenen und den weiteren Hospizgruppen.

Christine Bauer kennt die Belastungen, denen die Angehörige von Demenz Erkrankten ausgesetzt sind. „Da wird ein eigener Arztbesuch schon zu einem echten Problem.“ Um Angehörige zu entlasten und die Betreuten gleichzeitig eine Wertschätzung erfahren zu lassen, hat die Sozialstation im letzten Jahr die Demenz-Betreuungsgruppe „Geschenkte Zeit“ in Mörlenbach im Alten Pfarrhaus eröffnet. Jeden Donnerstag von 8:30 bis 13:30 werden die Besucher in einer entspannten Atmosphäre beim gemeinsamen Frühstück und Mittagessen und einem abwechslungsreichen Programm professionell betreut. Sollten medizinische Leistungen wie beispielsweise Medikamentengabe oder Insulinspritzen erforderlich sein, so ist dies kein Problem. Gerne kann ein Probetermin – auch in Begleitung eines Angehörigen – vereinbart werden.
„Die Pflegekasse stellt bei Demenzerkrankten auch Geld für die Einzelbetreuung im häuslichen Bereich zur Verfügung. So können nicht nur Angehörige entlastet werden, sondern durch individuell abgestimmte Angebote können vorhandene Fähigkeiten der Klienten gefördert werden“, so Christine Bauer, die viele Finanztipps geben kann und auch bei den unüberschaubaren Formularen für Anträge an Behörden, Kranken- und Pflegekassen Hilfe und Unterstützung anbietet.

Wenige wissen auch, dass ihnen über die sogenannte Kombinations- oder Sachleistung ein höherer Geldbetrag zusteht, wenn bei einer selbst organisierten Pflege in der Familie auch die professionelle Fachpflege durch die Sozialstation in Anspruch genommen wird. Pflegefehler und deren Folgen können so früher erkannt werden. Pflegende Angehörige haben auch die Möglichkeit sich durch eine ausgebildete Pflegeberaterin im häuslichen Bereich pflegerisch schulen zu lassen. Nach vorheriger Antragstellung werden die Kosten für diese Schulung von der Pflegekasse übernommen.

„Familienpflege und Hausnotruf sind weitere Angebote von uns“, so die Dienststellenleiterin. „Durch die Angebote der Familienpflege kann die Sozialstation in Familien helfen, wo die Mutter durch Krankheit ausfällt und somit Entlastung und Hilfe benötigt wird. In Haushalten mit Kindern unter 12 Jahren werden die Kosten von der Kasse übernommen. Durch den Hausnotruf lebt es sich in den eigenen vier Wänden noch sicherer, denn durch einen kleinen Sender, der am Körper getragen wird, kann auf Knopfdruck jederzeit Hilfe gerufen werden. Zu jeder Zeit und von jedem Zimmer aus. Die Versorgung erfolgt durch unser Personal, das wird von den Patienten als sehr angenehm empfunden.“

Gesucht werden regelmäßig Mitarbeiter im Betreuungsbereich - gerne auch als Mini Job - und examinierte Pflegekräfte, sowie ehrenamtliche Mitarbeiter. Alle Bürgerinnen und Bürger, die Hilfe brauchen und gerne nähere Informationen erfahren möchten, melden sich bitte bei:

Caritas Sozialstation Mörlenbach-Weschnitztal
Kirchgasse 19, 69509 Mörlenbach, Tel.: 06209 8279

Autor:

Christine Bauer aus Darmstadt

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