Erfolgreiche Chagall-Ausstellung in Darmstadt geht zu Ende

Oberbürgermeister Jochen Partsch eröffnete die Ausstellung mit einem Grußwort. (Foto: Andreas Mang)
Darmstadt: Freie evangelische Gemeinde Darmstadt am Messplatz |

Ein Drittel von Chagalls Gesamtschöpfung umfasst Werke rund um die Bibel. 81 Bilder davon waren eine Woche lang in der Marburger Straße bei der Ausstellung „Fenster zur Bibel“ zu sehen. Rund 900 Gäste kamen dafür in die Gemeinderäume der Freien evangelischen Gemeinde Darmstadt am Messplatz und erlebten eine angenehme Atmosphäre sowie beeindruckende Bilder.

Die Ausstellungsstücke stammten überwiegend aus dem grafischen Werk Chagalls, wobei es sich in erster Linie um Originallithographien und Lithographien handelte. Sie wurden kuratiert von Referent Heiner Eberhardt, in Zusammenarbeit mit der Galerie Raphael in Frankfurt am Main. Heiner Eberhardt nahm bei seinen Schüler- und Erwachsenenführungen die Zuhörer mit auf eine spannende Reise in die versteckten Details von ausgewählten Chagall-Bildern. So erläuterte er beispielsweise, warum Chagall bei Noah eine linke Hand an einen rechten Arm malt – Chagall war geprägt von einem Judentum, welches das Bilderverbot der Thora sehr ernst nahm. Die anatomisch nicht korrekte Darstellung, ist quasi sein „Hintertürchen“.

Schirmherr der Veranstaltung war Oberbürgermeister Jochen Partsch

Schirmherr der Veranstaltung war Oberbürgermeister Jochen Partsch. Bei seiner Rede zur Eröffnung stellte er fest, dass viele Menschen Bilder von Chagall kennen und schätzen, aber häufig gar nicht wissen, dass sie von Chagall stammen. Er betonte, dass es auch für uns wichtig sei, wie Chagall, in der Bibel zu lesen und sich zu fragen: „Was bedeutet das, was in der Bibel steht für uns heute?“.

Pastor Volker Reder zeigt sich zufrieden mit der Ausstellung: „Ich denke, wir haben einen schönen Beitrag zum kulturellen Leben in Darmstadt geleistet und damit zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger angesprochen. Insbesondere die Vorträge und Führungen haben gezeigt, dass in den Bildern sehr viel mehr steckt, als wir auf den ersten Blick erahnen. Es lohnt sich genauer hin zu sehen und über die verwendeten Symbole nachzudenken.“

Die Ausstellung ist eine Wanderausstellung und das nächste Mal Mitte März in Leinfelden bei Stuttgart zu sehen.
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