Gündogan und Özil. Denk und Sprechverbote oder Die Diktatur der Demokraten. Wenn die Mehrheit foltert!

Lieber Gündogan, lieber Özil,

Es muss in dieser letzten Zeit für euch sehr hart gewesen sein. Von überall werdet ihr mit Steinen beworfen, von allen werdet ihr verspottet, beschimpft und beleidigt.

Was ihr gerade erlebt, ist was ich die Diktatur der so genannten Demokraten nenne. Das erleben Menschen, die nicht den Weg der Mehrheit wählen.

Unterdrückung Andersdenkender; Andershandelnder, Recht auf freie Meinungsäußerung

George Brassens, der bekannte, revolutionäre Chansonnier in Frankreich, sang schon darüber: „Nein, die braven Leute mögen es nicht, wenn man einem anderen Weg folgt als sie.“ Er sagt weiter: „Der 14. Juli (der französische Nationalfeiertag, der an den Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 erinnert), ich bleibe in meinem gemütlichen Bett; die gespielte Parade-Musik, das geht mich nichts an. Ich schade niemandem, indem ich auf das klingelnde Signalhorn nicht höre, aber die guten Leute mögen es nicht, wenn man einem anderen Weg folgt als sie… Man braucht nicht Jeremy zu sein, um zu erraten, welches Schicksal sie mir wünschen. Wenn sie ein gutes Seil finden, werden sie es mir um den Hals hängen.“

So sind wir Menschen. Ja, dieses Lied von Georges Brassens soll euch Mut und Kraft geben. Ihr seid nicht allein. Wenn Emotion über Kopf steht, kommt Überreaktion

Man wirft Erdogan vor, Unterdrückung Andersdenkender, seine Gegner vernichten zu wollen; alle Menschen, die nicht wie er denken, vernichten zu wollen; alle Menschen, die seinem Weg nicht folgen wollen, vernichten zu wollen. Man sagt, er würde die demokratischen Grundsätze von freier Meinungsäußerung und freier Wahl nicht akzeptieren.

Die Erdogan-Gegner in Deutschland haben sich disqualifiziert, Erdogan zu kritisieren. Wie sie mit euch umgegangen sind und weiter umgehen, folgt der gleichen Methode, die sie Erdogan vorwerfen: Unterdrückung Andersdenkender; Ablehnung vom Recht auf freie Meinungsäußerung.

Seit Wochen werdet ihr für eure freie Meinung, eure freien Handlungen und eure freien Entscheidungen gefoltert, psychisch gefoltert. Ja, in der Demokratie kann man foltern. Sie sagen, Erdogan werfe alle Menschen raus, die ihm widersprechen oder nicht denken und handeln, wie er es will. Diese Erdogan Gegner in Deutschland, die euch verfolgen, benutzen ebenso diese antidemokratische Methodik. Manche bitten sogar öffentlich und laut darum, dass man euch aus der Nationalmannschaft wirft. Das ist nicht demokratisch. Was diese Kritiker mit Erdogan vereint, ist die Intoleranz.







Intoleranz führt zu Denk und Sprechverboten. Das ist die Diktatur der Demokraten. Damit foltert die Mehrheit Andersdenkender und Andershandelnder

Der Druck war so hoch, dass Gündogan ein unnötiges Bekenntnis zu Deutschland abgeben musste: „Ich bin dankbar, für Deutschland zu spielen“. Lieber Gündogan, Deutschland ist auch dankbar, dass du für das Land spielst. Ihr beide spielt in der Nationalmannschaft, weil ihr es euch verdient habt und eure Eltern es euch mit ihrem Engagement ermöglicht haben. Es ist kein Geschenk an euch, sondern eurem Talent und eurer harten Arbeit zu verdanken. Ihr seid dankbar, dass Deutschland euch diesen Rahmen gegeben hat, und diese Dankbarkeit an die Heimat zahlt ihr auch ständig und seit Jahren zurück.

Lieber Gündogan, lieber Özil, ihr braucht eure Heimatliebe nicht zu beweisen. Allein, dass ihr euch für euer Land Deutschland entschieden habt, obwohl enormer Druck aus der Türkei da war, reicht aus, damit auch Blinde eure Liebe zu Deutschland erkennen. Der Beweis, dass man ein Land liebt, ist es, für das Land etwas zu leisten, sich für das Land zu engagieren. Ihr tut das seit Jahren.

Du siehst jetzt, lieber Gündogan, eure Kritiker interessieren sich nicht für euer Bekenntnis zu Deutschland, sie wollen euch nur demütigen, euch die Hose runterziehen. Seitdem du gesagt hast, dass du Deutschland dankbar bist, hat sich etwas geändert für dich? Nein. Die Kritiken bleiben, sind heftiger und hasserfüllter geworden. Schau mal, was mit deinem Auto passiert ist – ich sage euch, viele würden sogar lieber Deutschland verlieren sehen, als mit euch zu gewinnen.

Was werfen sie euch vor, die guten braven netten Leute? Sie sind nicht zufrieden, dass ihr euch mit Erdogan getroffen habt und euch mit ihm habt fotografieren lassen.

Ich weiß es nicht, ich kenne Herrn Erdogan nur über die Medien und über viele Türken, unter denen viele echte Freunde sind. Das bedeutet Menschen, die mich zu sich einladen und ich sie zu mir. Ich kann gar keine richtige Meinung über Präsident Erdogan haben, weil sich die Meinungen sehr stark unterscheiden. Die deutschen Medien und der große Teil der Öffentlichkeit in Deutschland sind grundsätzlich gegen ihn und sehen ihn als Diktator, die meisten Türken, die ich hier kenne, sind grundsätzlich für ihn und sehen in ihm einen Patrioten. Beide Seiten haben ihre Argumente dafür oder dagegen. Das ist auch okay und jedem muss seine freie Meinung überlassen bleiben. Dafür liebe ich die demokratischen Werte. Ich halte mich daraus. Es geht mir hier um etwas Anderes.

Die Seite, die Erdogan nicht liebt, wirft euch vor, etwas getan zu haben, das moralisch verwerflich ist. Warum glauben sie, sie seien diejenigen, die die moralische Messlatte definieren? Wer gibt ihnen das Recht, über eure Gefühle, Meinungen und Entscheidungen bestimmen zu können? Ihr habt auch nicht gesagt, wer Erdogan hasst, den werde ich auch hassen oder ihm kein Interview mehr geben. Ihr tut das nicht, weil ihr die Freiheit jedes einzelnen respektiert.

Es gibt kein Gesetz in Deutschland, keine Passage im Grundgesetz, die verbietet, dass ein deutscher Bürger einen Menschen mag, sei er ein Despot oder ein Diktator. Es gibt kein Gesetz in Deutschland, das deutschen Bürgern verbietet, sich mit Herrn Erdogan zu treffen und Bilder mit ihm zu machen. Es gibt kein Gesetz in Deutschland, das es einem deutschen Bürger untersagt, auch die giftigste Schlange seinen Präsidenten zu nennen.

Es gibt in Deutschland kein Gesetz der kollektiven Haltung, der kollektiven Verurteilung. Ich meine ein Gesetz, das besagt, wenn die Mehrheit einen Menschen hasst, ganz Deutschland diesen Menschen ebenfalls hassen muss. Aufforderungen zur kollektiven Haltung, zu kollektiven Handlungen und Entscheidungen sind gefährlich. Das ist keine Demokratie. Das ist Diktatur, die Diktatur der Demokratie und diese Art macht mir Angst. Sie ist eine Gefahr für die Demokratie.

Ihr habt euch mit ihm fotografieren lassen und ihn euren Präsidenten genannt. Habt ihr gesagt, dass ihr politisch monogam seid?....

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Autor: Dantse Dantse

Raus aus dem Alltag! Raus aus dem Gewöhnlichen! Dantse Dantse, unkonventioneller, querdenkender Migrant aus Afrika, der uns als Autor, Verleger, Blogger und Coach mit neuen Perspektiven bereichert
Dantse Dantse, der aus Kamerun stammt, in Darmstadt lebt und als erster Afrikaner in Deutschland einen deutschsprachigen Buchverlag gegründet hat, erweitert mit seinen afrikanisch inspirierten Büchern über Gesundheit, Kindererziehung, Psychologie das Wissen der Leser und ist somit ein Beispiel für den erfolgreichen Austausch von kulturellen Gütern zwischen Zuwanderern und Deutschen – ein Plus für die Gesellschaft. Er hat über 100 Bücher geschrieben
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