Achtung Liebesfalle! Pseudo-Liebe: 5 Wirklichkeiten und Verhaltensweisen, die nach Liebe aussehen, aber keine sind

Achtung Liebesfalle! Pseudo-Liebe: 5 Wirklichkeiten und Verhaltensweisen, die nach Liebe aussehen, aber keine sind. Sie sind wahres Gift!

Es gibt Gefühle und Verhaltensweisen, die im ersten Moment wie Liebe, sogar wie große Liebesbeweise, aussehen, aber in Wirklichkeit sind sie es nicht. Diese Gefühle und Verhaltensweisen können zu sehr engen Beziehungen und Bindungen führen, ohne dass wirklich richtige Zuneigung besteht, aber die Betroffenen glauben zuerst, sich zu lieben.

Auch wenn diese Phänomene zu starken Bindungen zwischen den Partnern führen können, sind all diese Formen der "Pseudo-Liebe" langfristig sehr schädlich: Sie verbergen Störungen, die es zu lösen gilt. Dies sind Realitäten und Verhaltensweisen, die der Liebe ähneln, aber letztlich mehr mit einer Art von Neurose zu tun haben. Das sind oft eigene Schwächen und ungelöste Probleme, die der eine auf den anderen projiziert, um mit dem eigenen Leben klar zu kommen. Es hat jedoch weniger mit dem anderen zu tun, als mit sich selbst. Solche Beziehungen enden fast nie gut, erzeugen seelische Schmerzen und verhindern das gegenseitige Wachstum und die völlige Entfaltung des Einzelnen. Sie führen auf lange Sicht unausweichlich zu Verletzungen. Auf beiden Seiten.

Die Partner mögen fühlen, dass sie sich tief lieben, aber in Wirklichkeit ist es eine Art gegenseitiger Ausbeutung und Energieraub. Es manifestiert sich darin, dass beide in ihrem Inneren ein Gefühl der unerklärlichen UNZUFRIEDENHEIT spüren, denn es geht tatsächlich um Egoismus, Angst, Unsicherheit, Minderwertigkeitskomplexe und weitere psychische Instabilitäten.

Wahre Liebe zeichnet sich durch gegenseitige Entfaltung, Wachstum und Unterstützung aus. Wahre Liebe beinhaltet Freiheit, Autonomie, Selbstbestimmung, Eigenständigkeit, Großzügigkeit, Vertrauen und Sicherheit. 


5 Wirklichkeiten und Verhaltensweisen, die wie Liebe aussehen, es aber nicht sind:

1. Überbehütung, Überbeschützen

Das sind zwei Verhaltensweisen, die wie Liebe aussehen. Man fühlt sich geliebt, weil man das Gefühl hat, dass der Partner einem Schutz gibt. Dies sind Verhaltenstypen, die hauptsächlich zwischen Eltern und Kindern auftreten sollten. Aber sie treten immer häufiger auch in Paar-Beziehungen und unter Freunden auf.
Was hier vorherrscht, sind nicht unbedingt Liebesgefühle, sondern Angst. Menschen, die überbeschützen, tun dies, weil sie Angst haben und ihre eigenen Ängste auf den anderen projizieren. Es endet dann damit, dass sie es schaffen, dass der andere nun auch in Angst liebt. Am Ende wird der Beschützte genauso kaputt sein wie der Beschützer.
In gewisser Weise wird hier versucht, den anderen von sich abhängig zu machen, um ihn besser zu kontrollieren.

2. Kontrolle über die Person, die man liebt
Von außen gesehen mag es den Eindruck erwecken, dass derjenige, der kontrolliert, versucht, das Leben des anderen, den er liebt, glücklicher zu machen. Aber die wahre Absicht ist eine andere. Dieses Verhalten zeigen oft Menschen, die Angst haben, egoistisch, unsicher und eifersüchtig sind.
Der Partner macht alles für den anderen. Er übernimmt alle Funktionen für den Partner. Er unterstützt in schwierigen Situationen und gibt sich alle Mühe, damit der andere keine Schwierigkeiten hat, er gibt sich fast für den anderen auf. Diese Haltung ist jedoch nicht grundlos, interessenlos und erwartungslos. Durch dieses „alles für den anderen tun wollen“ übernimmt man die Kontrolle über den anderen. Der bezahlt diese Hilfe sehr teuer mit Einschränkungen seiner Autonomie und Freiheit, seiner Eigenständigkeit und Selbstbestimmung. Somit hat der eine die volle Kontrolle über den anderen durch „zu gut sein“ erlangt.

Zum Beispiel: Der eine ist bereit, den Partner zu jeder Zeit abzuholen, zu fahren, zu begleiten, nicht weil er dem Partner etwas Gutes tun will, sondern weil er sicher sein will, dass der Partner sich nicht mit jemand anderem trifft oder die Gelegenheit hat, dies zu tun. Aus Eifersucht und Angst handelt diese Person. Sie manipuliert so, damit die Beziehung erhalten bleibt und enger wird.

Ein weiteres Beispiel: Wenn der Partner, wohl wissend, was dem anderen Angst macht, immer wieder subtil solche Situationen verursacht, um dann den Partner beschützen zu können. So wird der Partner glauben, ohne den anderen sei er verloren und überlässt sich ihm vollkommen. Und dieser kann ihn nun so kontrollieren, wie er will.
Auch Partner, die dem anderen alles geben, damit der nicht arbeitet, kein eigenes Konto hat usw., zählen zu diesem Verhaltenstyp.
Sie kontrollieren, indem sie den anderen von sich abhängig machen.

3. Abhängigkeit
Der Partner setzt alle seine Bedürfnisse, Probleme auf den anderen. Der Partner wird zu einer Art Ersatzvater oder -mutter, der jederzeit zur Verfügung steht, um zu helfen, Probleme zu beseitigen, und seine Wünsche zu erfüllen. Der Partner ist nun für das Glück des anderen verantwortlich.
Der abhängige Partner mag fühlen, dass er den anderen tief liebt, aber es ist in Wirklichkeit eine Art gegenseitiger Ausbeutung und Energieraubs.
In der Verliebtheitszeit klingt das für beide gut. Man hat das Gefühl, gebraucht zu werden, etwas Gutes zu tun und der Partner, der abhängig ist, hat das Gefühl, endlich angekommen zu sein.
Die Unabhängigkeit kann subtil von einem Partner hervorgerufen und genährt werden, um die Kontrolle über den anderen zu erlangen.

4. Eifersucht und Besitzansprüche über den Partner, den man liebt 
Da der Kontrollierte seinen Beschützer liebt, ist er bereit, für ihn alles aufzugeben, damit dieser glücklich ist. Man verliert mehr und mehr an Selbstbestimmtheit über sich und sein Leben. Dass das Verhalten des Partners sehr schnell in übermäßige Kontrolle ausartet, die auf purer Eifersucht und Angst vor Einsamkeit beruht, merken die wenigsten. Sie werden pausenlos kontrolliert, sind an den Partner gebunden.
Sich aus dieser Beziehung zu lösen funktioniert nur, indem der andere verletzt wird. Da sie ihren Partner jedoch nicht verletzen möchten, bleiben sie bei ihm, lieben ihn aus Angst.
Der Partner ist zufrieden, weil er die volle Kontrolle über den zu Kontrollierenden hat, ihn beeinflussen und manipulieren kann, und dieser von ihm abhängig ist. Um dem Partner das Gefühl zu geben, dass man ihn liebt, umsorgt man ihn rund um die Uhr, übernimmt all seine Aufgaben, erleichtert ihm den Alltag so weit als möglich. Dass er damit übertreibt, dem Partner jede Selbstständigkeit raubt und dem anderen damit mehr schadet als hilft, ist ihm in den seltensten Fällen bewusst. Zu groß ist die, zumeist unberechtigte, Eifersucht auf den Partner. Eifersucht ist ein deutliches Zeichen der Selbstunsicherheit. Es herrschen Minderwertigkeitskomplexe, die man sich nicht eingestehen möchte und mit der Kontrolle über den Partner zu vertuschen und zu verdrängen versucht.

5. Immer zusammen sein zu müssen
Um die Kontrolle über den Partner behalten zu können, möchte man so viel Zeit wie möglich mit dem anderen verbringen. So kann man kontrollieren, wie, wo und mit wem der Partner seine Zeit verbringt. Sie möchten immerzu ihre Zeit mit dem zu Kontrollierenden verbringen, beeinflussen und manipulieren ihn.
Der Kontrollierende hat eine immense Angst vor Einsamkeit, möchte den Partner nicht verlieren. Der andere gibt ihnen oftmals eine Lebensaufgabe, einen Lebenssinn. Fehlt der Partner, fehlt somit auch der Halt im Leben. Möchte der Partner Zeit ohne den anderen verbringen, bricht für ihn eine Welt zusammen, weil er befürchtet, dass der andere sich nicht nur für diesen Moment, sondern endgültig von ihm trennen könnte.
Unbemerkt wird aus gesundem Respekt dem Partner gegenüber eine grenzenlose Distanzlosigkeit. Jeder Tag, jede Stunde, jede Minute wird miteinander verbracht, es gibt keine Geheimnisse mehr, die den Partner interessant machen. Jedes Geheimnis wird als Zeichen der Untreue verstanden. Um dies zu umgehen, sehen die Kontrollierenden nur die Möglichkeit der permanenten Zweisamkeit. Diese wird jedoch beiden Seiten früher oder später jegliche Energie für eine gesunde Beziehung rauben und eine Trennung scheint vorprogrammiert.

Den Beitrag zu den 5 Hinweisen auf eine mögliche Pseudo-Liebe findest du auch hier: Achtung Liebe! - Pseudo-Liebe: 5 Hinweise

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