„Der Bogen wir es nicht richten“

Mühlheim am Main: Gemeindezentrum St. Maximilian Kolbe | Insgesamt zehn erwartungsfrohe und gespannte Teilnehmer*innen konnten beim „Meditativen Bogenschießen“, einer Veranstaltung am vergangenen Sonntag (27. Mai 2018) im Rahmen des Projektes „Aus der Mitte leben“ des katholischen Dekanates Rodgau, erkennen und erfahren, dass der Stand in der eigenen Mitte sowie der Wille, das Ziel zu treffen, zentral beim intuitiven Bogenschießen sind.
Nach einer ausführlichen Einleitung durch die Trainerin Svenja Kormann aus Köln, in der sie der Gruppe Bogen und Pfeile, Handschuh und Unterarmschutz vorstellte, konnte es direkt losgehen.
Auf dem Gelände hinter dem Gemeindezentrum St. Maximilian Kolbe war bereits die Linie markiert, von der aus die Teilnehmer zunächst auf ca. zwölf Meter entfernte Zielpolster schießen konnten. Beim Erlernen des intuitiven Bogenschießens bekommt der Körper die Möglichkeit, nach und nach den Bewegungsablauf zu speicher, die Hand-Aug- Koordination zu üben, und das Ziel eher mit dem Geist zu erfassen, statt durch genaues Anzielen über den Pfeil. Die Konzentration liegt im festen Stand, der eigenen Mitte und im Ziel. Der gesamte Vormittag war dem anfanghaften Erlernen dieser Technik gewidmet.
Nach einem leichten Mittagessen wurden diese ersten Erfahrungen im Lösen verschiedener Aufgaben vertieft, die zudem reflexiven wie auch meditativen Charakter hatten. Beim Schießen auf Luftballons, mit geschlossenen Augen und auf selbst gesteckte Ziele wurde schnell deutlich wie viel Konzentration nötig ist, um wieder neu aufmerksam und anmutig im Bogen zu stehen, sich zu öffnen, das Ziel zu erfassen, den Pfeil zu lösen. Selbst kleine Veränderungen in der Aufgabenstellung können hier zu echten Herausforderungen werden. Mit den je eigenen Möglichkeiten das jeweilige Ziel in den Blick zu nehmen, sich immer wieder zu sammeln, auch wenn der Schuss das Ziel verfehlt hat, schlägt den großen Bogen von der sportlichen, zu den ganz alltäglichen großen und kleinen Herausforderung. Im aufmerksamen Reflektieren des eigenen Erfolges oder Misserfolges werden neue Möglichkeiten sichtbar und Veränderungen möglich. Fest-Halten und Los-Lassen, sich in der eigenen Mitte verankern, sich entfalten und somit immer mehr zum Ebenbild Gottes zu werden, waren Themenfelder, die mit den Erfahrungen an Pfeil und Bogen umkreist wurden.
Am Ende des Tages waren alle erfüllt von den ganz neuen Erfahrungen mit sich selbst, einem Tag voller Sonne, guter Begegnungen in der Gruppe, und dem Wunsch nach einer Fortsetzung des Angebots in naher Zukunft.
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