HSG-Trainerin Dagmar Sauer sieht ihre B-Mädchen eher in der Bezirksliga
In Dreieich funktioniert die Mundpropaganda

Die B-Mädchen der HSG Dreieich (dunkles Trikot) im Angriff. Ein Großteil der Mädels begann erst vor drei Jahren mit dem Handballsport, aber die Mannschaft ist auf einem sehr guten Weg.
  • Die B-Mädchen der HSG Dreieich (dunkles Trikot) im Angriff. Ein Großteil der Mädels begann erst vor drei Jahren mit dem Handballsport, aber die Mannschaft ist auf einem sehr guten Weg.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Dreieich - „Ein kleiner Tick fehlt noch“, stellt Dagmar Sauer, Trainerin der B-Jugendhandballerinnen der HSG Dreieich, mit Blick auf das Spiel ihrer Schützlinge in der Sporthalle in Neu-Isenburg gegen die HSG Isenburg/Zeppelinheim fest.

Vor knapp drei Jahren baute Dagmar Sauer, Torhüterin der zweiten Frauenmannschaft der HSG, dieses Team der Jahrgänge 2003 bis 2006 gemeinsam mit Eileen Bittner (Spielerin der ersten Frauenmannschaft der HSG in der Bezirksoberliga) und Michelle Eichler (HSG Rodgau Nieder-Roden 2) auf. Dabei handelte es sich seinerzeit um eine komplett neue Mannschaft, viele Mädchen begannen erst mit ihrer Handballkarriere. Erstaunlicherweise funktionierte seinerzeit die Mundpropaganda sehr gut. Das Trainerduo fing mit sieben Spielerinnen an, schnell aber fanden sich vier weitere interessierte Spielerinnen. „Unser Torfrau beispielsweise kommt ursprünglich aus dem Kampfsport“, erklärt Dagmar Sauer. Auch aktuell als B-Jugend besteht der Kader aus elf Spielerinnen, „viel passieren darf also nicht“, sagt Dagmar Sauer, die zu Rundenbeginn in ihrem Trainerteam Oliver Frahm, Spieler der zweiten HSG-Mannschaft, als Verstärkung begrüßte.

Dagmar Sauer trainiert seit zwölf Jahren Jugendmannschaften – wenn auch nicht durchgängig. Engagiert war sie schon bei der TGS Bieber, der HSG Obertshausen/Heusenstamm – und nun bei der HSG Dreieich. Sie sagt: „Wir haben ein prima Team, die Arbeit macht großen Spaß. Mir ist wichtig, das Wissen, das ich mir in 38 Jahren erarbeitet habe, an die Kids weiterzugeben. Es bereitet mir viel Freude zu sehen, dass die Mädels das Gelernte umsetzen und wenn man die Fortschritte erkennt.“

In der Tabelle der Bezirksoberliga nimmt die HSG Dreieich nach der 13:21 (8:10)-Niederlage am vergangenen Wochenende im Offenbacher Westkreis-Derby bei der HSG Isenburg/Zeppelinheim mit 4:18 Punkten den zehnten Platz unter elf Mannschaften ein. Allerdings ist die Liga auch eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Da die Anzahl der Mannschaften in dieser Altersklasse weder für eine Bezirksoberliga, noch für eine Bezirksliga reichen, wurden alle Mannschaften in einer Spielklasse zusammengefasst. So marschieren starke Teams mit Bezirksoberliga-Niveau wie die SG Oberhessen, die JSG Klein-Auheim/Hainburg, die SG Bruchköbel oder die TSG Bürgel vorne weg, ein Großteil der anderen Mannschaften hat gegen diese Übermacht einen schweren Stand. „Wir hätten uns eher in der Bezirksliga gesehen“, gibt Dagmar Sauer zu.

Das Ziel der Dreieicherinnen war daher vor Rundenbeginn, gegen die Topteams nicht zu hoch zu verlieren, doch die Unterschiede zwischen den Mannschaften waren doch recht deutlich. „Da sind Mannschaften dabei, die haben die Oberliga-Qualifikation verpasst, die haben ein ganz anderes Niveau. So weit sind wir noch nicht“, sagt die HSG-Trainerin und hofft eine eine Leistungssteigerung in der Rückrunde. „Die Mädchen spielen schon super zusammen, aber ein kleiner Tick fehlt noch. Die Mannschaft kann Handball spielen, setzt das aber noch nicht immer im Spiel um. Noch spielen die Mädchen nicht frei auf“, erklärt Dagmar Sauer. Diesen wichtigen Schritt wollen die jungen Dreieicherinnen als nächstes gehen und dann auch den favorisierten Teams einmal zeigen, wie bei der HSG Handball gespielt wird. Ein kleiner Tick eben, der der Mannschaft noch fehlt.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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