Kommunales Job-Center Odenwaldkreis
Berufliche Perspektive durch Auslandspraktikum auf Malta geschaffen

(v.l.n.r.) Veronika Aßmann („IdA“- Verantwortliche im Kommunalen Job-Center Odenwaldkreis), Daniela Lange (Projektleiterin „CHANCE EUROPA“ bei der Kreisagentur für Beschäftigung Darmstadt-Dieburg, KfB), Tabea Staubach (pädagogische Mitarbeiter des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft) mit Malta-Rückkehrern
  • (v.l.n.r.) Veronika Aßmann („IdA“- Verantwortliche im Kommunalen Job-Center Odenwaldkreis), Daniela Lange (Projektleiterin „CHANCE EUROPA“ bei der Kreisagentur für Beschäftigung Darmstadt-Dieburg, KfB), Tabea Staubach (pädagogische Mitarbeiter des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft) mit Malta-Rückkehrern
  • Foto: Jana Brendel / InA gGmbH
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Teilnehmer des Projekts „IdA – Integration durch Austausch“ erhalten Arbeitsverträge

Internationale Praktikumserfahrung sammeln, dabei seine sprachlichen und sozialen Kompetenzen erweitern und die eigenen Stärken und Interessen neu kennenlernen - dies ist das Angebot des Projektes „IdA – Integration durch Austausch“.
„IdA“ richtet sich dabei explizit an junge Leistungsempfänger aus dem Rechtskreis der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) und gibt Kunden des Kommunalen Job-Centers im Alter zwischen 18 und 35 Jahren die Chance auf eine bessere berufliche Perspektive.

Ein Angebot, welches kürzlich gleich fünf Kunden des Kommunalen Job-Centers Odenwaldkreis nutzten und, nach einem achtwöchigen Vorbereitungskurs in Darmstadt, zusammen mit vier weiteren Teilnehmenden anderer Job-Center, für zwei Monate nach Malta flogen.

Anfang April kam die Gruppe aus Malta zurück. Um die noch frischen Eindrücke zu nutzen, traf sich Veronika Aßmann, „IdA“-Verantwortliche im Kommunalen Job-Center Odenwaldkreis, gleich im Anschluss mit den Malta-Rückkehrern zu einem Austausch über die persönlichen Erfahrungen mit dem Projekt, Praktikumsstellen und Organisatoren. Mit dabei waren auch Projektvertreter der Kreisagentur für Beschäftigung Darmstadt-Dieburg, die das Projekt „CHANCE EUROPA“ im Projektverbund mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. in Darmstadt federführend anbietet.

Einhellige Meinung der „IdA“-Teilnehmer/-innen war, nicht nur fachlich viel gelernt, sondern auch eine Menge über sich selbst erfahren und neue berufliche Perspektiven entdeckt zu haben. Die Organisation der Reise im Vorfeld, das Auseinandersetzen mit dem Gastland und der Kultur vor Ort, die Nutzung einer anderen Sprache zur Verständigung, das Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft, die gemeinsamen Freizeitaktivitäten und vor allem die regelmäßige Arbeit in den Praktikumsbetrieben habe dazu beigetragen.
Als Mitarbeiter im Hotelgewerbe, im Garten- und Landschaftsbau, im Labor, in Sprach- und Ballettschulen oder als Webtexter in einer Agentur konnten die jungen Leute viele positive Eindrücke sammeln und, teilweise schon von Malta aus, ganz konkrete Pläne realisieren.

So wird beispielsweise ein junger Mann aus Erbach auf die Insel zurückkehren und zukünftig als Content Agent in einer Agentur arbeiten. Ein Wunsch, den der ausgebildete Fremdsprachensekretär bereits seit langem hegt. Den Arbeitsvertrag hierfür hat er bereits erhalten. Für eine andere Teilnehmerin geht es beruflich ebenfalls auf Malta weiter. Sie hat ein Angebot als Betreuerin für Kinder in einem Hotel angenommen.

Doch auch wer nicht direkt in sein Praktikumsland zurück geht, hat durch das „IdA“-Projekt neue Ideen für die berufliche Zukunft gewonnen und zudem das Selbstbewusstsein und die Motivation, diese selbst in die Hand zu nehmen. Mit diesem Schwung erfolgten unter anderem Bewerbungen für ein Probearbeiten mit anschließender Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis oder für ein Studium im naturwissenschaftlichen Bereich in der Heimat. Ergebnisse, die ohne „IdA“ vielleicht gar nicht, sehr viel später oder weniger erfolgreich erreicht worden wären.

Geholfen hätte bei der Entscheidung für die Teilnahme am „IdA“-Projekt: die Unterstützung durch die einzelnen Vermittlungscoachs in den Job-Centern, die gute Vorbereitung der Teilnehmenden im Vorfeld sowie die tolle Betreuung durch erfahrene Pädagogen vor Ort, so die Malta-Rückkehrer. Doch ausschlaggebend für eine erfolgreiche Projektteilnahme sei der Wille, etwas an seiner aktuellen Situation ändern und die Bereitschaft seine gegenwärtige Komfortzone zu verlassen. Das ist es auch, was Interessierte für den kommenden „IdA“-Durchgang mitbringen sollten, bei dem es diesmal für zwei Monate nach Kreta gehen wird.

Das Projekt „CHANCE EUROPA“ wird im Rahmen der ESF Integrationsrichtlinie Bund, Handlungsschwerpunkt Integration durch Austausch (IdA), durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Fragen beantwortet die „IdA“-Verantwortliche im Kommunalen Job-Center, Veronika Aßmann, gern unter Tel.: 06062 70-1464 oder per E-Mail: v.assmann@odenwaldkreis.de

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