Migranten-Integration in Arbeit
Teilnehmer der Maßnahme „MInA“ auf Betriebsbesuch

Die Geschäftsführerin von „Gartenerlebnis & Floristik Würtenberger“, Bettina Arnold, erklärt den Besuchern aus der Maßnahme „MInA – Migranten Integration in Arbeit“ die Arbeitsbereiche in ihrer Gärtnerei.
  • Die Geschäftsführerin von „Gartenerlebnis & Floristik Würtenberger“, Bettina Arnold, erklärt den Besuchern aus der Maßnahme „MInA – Migranten Integration in Arbeit“ die Arbeitsbereiche in ihrer Gärtnerei.
  • Foto: Mahmoud Najjar / InA gGmbH
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„Gartenerlebnis & Floristik Würtenberger“ aus Erbach stellt Migranten die Arbeit in einer Gärtnerei vor

Unternehmen und Beschäftigungsmöglichkeiten im Odenwaldkreis kennenzulernen, ist ein wesentlicher Bestandteil der Maßnahme „MInA- Migranten-Integration in Arbeit“. Diese Eingliederungsmaßnahme wird im Auftrag des Kommunalen Job-Centers des Odenwaldkreises bereits seit 2015 bei der InA gGmbH in Erbach angeboten. Die Maßnahmencoachs der InA gGmbH kümmern sich hier sehr intensiv um die vom Kommunalen Job-Center zugewiesenen Geflüchteten und Migranten und unterstützen diese aktiv bei ihrer beruflichen und sozialen Integration im Odenwaldkreis. Aus diesem Grund werden für die Teilnehmenden der Maßnahme auch regelmäßig Betriebsbesuche organisiert, bei denen diese sich ein eigenes Bild von Unternehmen und Tätigkeitsfeldern machen und erste Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern knüpfen können. Hierbei kommen auch Informationen zur Arbeitskultur in Deutschland nicht zu kurz.

Ein sehr vielfältiges und interessantes Arbeitsumfeld lernten die Maßnahmenteilnehmer kürzlich beim Besuch des Unternehmens „Gartenerlebnis & Floristik Würtenberger“ in Erbach kennen. Geschäftsführerin Bettina Arnold, die den 1922 gegründeten Familienbetrieb in vierter Generation führt, nahm die Gäste mit auf einen Rundgang durch die „blühenden“ Geschäftsräume und die Außenanlagen mit ihren zahlreichen Gewächshäusern.

Was ehemals als kleiner Handel mit Sämereien begann, hat sich bis heute zu einer Gärtnerei mit vielen Zusatzangeboten wie Floristik, Grabpflege oder dem Verkauf von Dekorationsartikeln entwickelt. Insgesamt zehn Mitarbeiter, darunter vier Familienmitglieder, sind hierfür bei „Gartenerlebnis & Floristik Würtenberger“ beschäftigt.

Eine große Vielfalt an frischen Schnittblumen und Topfpflanzen, einschließlich passender Keramik- und Glasgefäße hat der Betrieb im Angebot. Die Aufzucht von Pflanzen – wie sie früher üblich war - hat das Unternehmen bereits vor geraumer Zeit aufgegeben, sodass auf dem großen Firmenareal nahe der Mümling keine eigentliche Pflanzenproduktion mehr stattfindet. Blumen und Pflanzen werden heute meist von Vorproduzenten aus der Region bezogen und in den Gewächshäusern bis zur endgültigen Verkaufsgröße und Qualität fachgerecht gegossen, gedüngt und temperiert. Eine Auswahl an Sämereien, Teichpflanzen, Kräuter, Beerenobst, Pflanzenschutz und vieles mehr kommt saisonal noch hinzu. Auch Dekorationen für jeden Anlass werden hier angefertigt.

Die Teilnehmenden der Maßnahme „MInA“ konnten sich während der Betriebsführung recht umfangreiche Einblicke in die Tätigkeiten dieser Branche verschaffen. Mit großem Interesse stellten sie Fragen zu den Arbeitsabläufen in den Gewächshäusern oder zu einheimischen Pflanzen-und Kräutersorten. Einige der Maßnahmenteilnehmer konnten dabei eigenes berufliches Wissen besteuern, da sie in ihrer Heimat bereits in ähnlichen Berufsfeldern tätig waren. Sie hoffen, ihre Erfahrungen zukünftig auch in einer Beschäftigung in Deutschland einbringen zu können.

Das große Interesse und die vorhandenen Kenntnisse der Gäste brachten die Geschäftsführerin Bettina Arnold spontan auf die Idee für ein gemeinsames Projekt mit der InA gGmbH und den Teilnehmenden der Maßnahme „MInA“. Im Rahmen eines kleinen Kooperationsprojekts könnte sie sich vorstellen, Interessenten aus der Maßnahme „MInA“ federführend mit der eigenverantwortlichen Pflege und Betreuung von neu zu setzenden Blumen- und Saat-Beeten zu beauftragen. So könnte die Lust an der Arbeit mit Pflanzen und die praktische Anwendung von bereits vorhandenen Kenntnissen der Teilnehmenden ideal miteinander verknüpft werden. Ggf. können für die Teilnehmenden daraus auch Beschäftigungsperspektiven im Bereich des Garten- und Landschaftsbaus entstehen. Eine Idee, die die Maßnahmencoachs gern aufgreifen und hierzu mit der Geschäftsführerin von „Gartenerlebnis & Floristik Würtenberger“ weiter in Kontakt bleiben werden.

Gefördert wird das Projekt „MInA – Migranten Integration in Arbeit“ aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. 

Fragen zur Maßnahme „MInA – Migranten-Integration in Arbeit“ beantworten gern die Maßnahmencoachs Guido Bischoff, Tel.: 06062 70-1381 / E-Mail: g.bischoff@ina-odw.de und Werner Heun, Tel.: 06062 70-1382 / E-Mail: w.heun@ina-odw.de

Autor:

Jana Brendel aus Erbach

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