Der besondere Freitag

"Fridays for Future" heißt eine Campagne der jungen Schwedin Greta, die angefangen hatte, mit Aktionen während der Schulzeit für einen Wandel in der Klimapolitik zu demonstrieren. Sie will, dass die Regierungen heute etwas tun, damit ihre Generation auch eine gute Lebenschance hat. Die Bürger sollen "Angst haben, ja in Panik geraten" wegen der absehbaren Folgen des Klimawandels.
Mir kam trotz des wichtigen und guten Anliegens der Gedanke, ob Angst oder Panik die richtigen Berater sind. Angst kann davor bewahren, schädliches zu tun. Sie kann aber auch lähmen oder sie kann zu übereilten unüberlegten Handlungen führen.
Ich denke, es ist wichtig, die Dringlichkeit einzusehen, dass gehandelt werden muss.
Also eine Umkehr stattfinden muss. Wobei nicht klar ist, ob es nicht schon zu spät ist.

Mir kommt ein anderer Tag in den Sinn, der eigentlich auch ein "Friday for Future" ist. Ich meine den Karfreitag. Dieser Feiertag dient zur Erinnerung daran, dass Jesus Christus, der Mensch gewordene Sohn Gottes, an diesem Tag für die Schuld der Menschen gegenüber Gott gestorben ist. Denn bei Gott heißt es: "Der Lohn der Sünde ist der Tod."
Dabei ist Sünde zunächst einmal zu verstehen als der Zustand der Trennung von Gott. Dieser besteht seit der Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies. Seitdem befindet sich jeder Mensch von Geburt an in dieser Situation. Durch Einhalten der Mose gegebenen Gebote und Gesetze kann kein Mensch die Trennung überwinden. Deshalb schloss Gott durch Jesus Christus einen neuen Bund mit den Menschen.
"Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat." Johannes 3,16
Jesus Christus hat stellvertretend die Schuld aller Menschen bezahlt, mit seinem Leben.
In diesem Moment am Kreuz lag die gesamte Schuld auf ihm. Und das war der einzige Moment, in dem er vom Vater getrennt war. Aber er blieb ja nicht im Tod. Er ist auferstanden und lebt und sitzt auf dem Thron. Deshalb brauchen wir eigentlich keine Angst haben oder in Panik zu verfallen. Gott will, dass auch wir leben.
Jetzt sind wir aufgerufen, dieses Angebot anzunehmen. Dazu ist aber auch eine Umkehr nötig. Eine Umkehr von den Wegen, die die Welt geht. Ein Herrschaftswechsel. Nicht mehr wie ich will, sondern wie Gott es will. Gott schenkt ein neues Herz und gibt denen, die an ihn glauben seinen Heiligen Geist.
Es ist an uns, das Geschenk dieses Freitags anzunehmen. Es ist nie zu früh und auch nie zu spät - solange wir hier noch auf dieser Erde leben.

Wolfgang Barth, Erbach
Missions-Allianz-Kirche

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