Maßnahme “MInA - Migranten-Integration in Arbeit“ verschafft Geflüchteten vielfältige Einblicke in die Arbeitswelt im Odenwaldkreis
Großes Engagement und Unterstützung seitens regionaler Unternehmen trägt zum Erfolg bei

Seit Mai 2016 führt die InA gGmbH, als 100%ige Tochter des Odenwaldkreises, die Eingliederungsmaßnahme „MInA – Migranten-Integration in Arbeit“ für das Kommunale Job-Center durch. Die vom Kreisausschuss des Odenwaldkreises für einen Zeitraum von drei Jahren angelegte Maßnahme hat das Ziel, Personen mit Flucht- oder Migrationshintergrund, die Leistungen im Rahmen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) erhalten, bei der Heranführung an den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.

Innerhalb eines Zeitraums von jeweils zwölf Monaten bekommen bis zu 60 Teilnehmer, aktuell vorwiegend aus den Herkunftsländern Syrien, Irak, Türkei, Somalia, Eritrea, Afghanistan, Kasachstan, Iran, Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Polen und Thailand, in der Maßnahme „MInA“ Hilfestellung bei der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt. Schwerpunkte der Arbeit mit den Geflüchteten sind die Ermittlung persönlicher und fachlicher Kompetenzen, die Verbesserung von Sprachkenntnissen, die Vermittlung von Grundlagen des Rechts- und Wertesystems in Deutschland sowie Maßnahmen zur Berufsorientierung.

Um die Arbeitswelt im Odenwaldkreis hautnah zu erleben, werden monatlich Betriebsbesuche bei regionalen Unternehmen organisiert. Hierbei haben die Maßnahmeteilnehmer die Möglichkeit, die Arbeitsabläufe verschiedener Betriebe kennenzulernen und persönlich mit Vertretern der einzelnen Unternehmen zu sprechen.

„Seit Beginn der Maßnahme habe ich durchweg positive Erfahrungen gemacht, was die Bereitschaft der Unternehmen im Odenwaldkreis betrifft, den Maßnahmeteilnehmern Einblicke in die tägliche Arbeit zu geben. Ich erlebe die Unternehmen überaus engagiert und geduldig, in Bezug auf die Vorbereitung auf unsere Besuchergruppen und die Beantwortung der Fragen der einzelnen Teilnehmer. Und auch die Teilnehmer geben sehr positive Rückmeldung und zeigen sich sehr interessiert an diesen Terminen“, so Guido Bischoff, Maßnahmencoach bei „MInA“ und Organisator der Betriebsbesuche.

Dabei sind es nicht nur größere Unternehmen, wie Merck, Pirelli, Erbatech, Maul oder Rowenta die den „MInA“-Teilnehmer ihre Türen öffnen und Zeit und Personal für Führungen und Gespräche zur Verfügung stellen. Auch viele kleinere und mittelständische Betriebe ermöglichen ein Kennenlernen und tauschen sich gern über Arbeitsanforderungen und Jobperspektiven mit den Migranten aus.
So bekamen die Teilnehmer beispielsweise Einblicke in die Arbeitsabläufe der Pflegeeinrichtung „Blaues Haus“ in Bad König, lernten das Angebots- und Arbeitsspektrum des Baustoffhandels Profi Mertins in Michelstadt kennen oder erfuhren Wissenswertes zur landwirtschaftlichen Arbeit bei der Odenwälder Bioziegenkäserei „Weiße Hube“ in Bad König.

Darüber hinaus besuchten die Teilnehmer das Odenwaldholz Sägewerk Seibert in Ebersberg, eine Kindertagespflegestelle in Erbach, die Jugendherberge in Erbach, das Autohaus Thierolf und das Reiseunternehmen Wissmüller in Michelstadt, das Maschinenbauunternehmen Kubitza in Würzberg, die Nieder-Ramstädter Diakonie in Erbach, die RESO Recycling u. Entsorgungs Service GmbH in Michelstadt sowie das Möbelhaus Kempf und das Hotel Büchner in Bad König.

Aus diesen ersten Kontakten zu den Unternehmen entstanden bereits des Öfteren Möglichkeiten für die Maßnahmenteilnehmer zu Probearbeiten oder Praktika, wie beispielsweise bei der Firma Erbatech, der Jugendherberge Erbach oder dem Autohaus Thierolf. Bei der Firma Wissmüller entwickelte sich erst kürzlich aus dem erfolgreichen Praktikum eines Teilnehmers ein festes Arbeitsverhältnis auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Ein großes Dankeschön deshalb allen Unternehmen für ihre Aufgeschlossenheit und Unterstützung, die nicht nur den Erfolg der Maßnahme „MInA“ mitbestimmen, sondern auch großen Anteil an einer gelungenen sozialen und beruflichen Integration der Migranten im Odenwaldkreis tragen.

Der Odenwaldkreis nimmt seit 2005 die Aufgaben der Grundsicherung für Arbeit (SGB II) in alleiniger Zuständigkeit als zugelassener kommunaler Träger wahr und hat hierzu das Kommunale Job-Center gegründet. Das Kommunale Job-Center arbeitet sehr eng und konstruktiv mit den regionalen und überregionalen Beteiligten des örtlichen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes zusammen, insbesondere mit den Anbietern von Eingliederungsmaßnahmen und Trägern der freien Wohlfahrtspflege. So auch mit der Kreistochter InA gGmbH, die das Kommunale Job-Center im Rahmen einer Dienstleistungsvereinbarung bei der Integration von SGB II- Kunden in Arbeit bereits seit mehreren Jahren sehr erfolgreich unterstützt.

Fragen zur Maßnahme „MInA – Migranten-Integration in Arbeit“ beantworten gern die Maßnahmencoachs Guido Bischoff, Tel.: 06062 70-1381 / E-Mail: g.bischoff@ina-odw.de und Werner Heun, Tel.: 06062 70-1382 / E-Mail: w.heun@ina-odw.de

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