Helfen, dass Wünsche Wirklichkeit werden

15. August 2012
Gutenbergschule, Darmstadt - Eberstadt
Ein starkes Team - die neuen Mediatoren der Gutenberschule in Eberstadt
  • Ein starkes Team - die neuen Mediatoren der Gutenberschule in Eberstadt
  • hochgeladen von Hans Hold-Eisenbarth

Worte statt Wut – dass ist nicht immer einfach. Der Alltag in den Schulen sieht häufig anders aus, wenn Konflikte zwischen Schülern eskalieren. Deshalb ist an der Gutenbergschule in Eberstadt ein Wunschprojekt für den Umgang mit der Wut entstanden. Die Fachleute von der Schulsozialarbeit der Mobilen Praxis wurden angefragt, um Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen zu Mediatoren, also Streitschlichtern, auszubilden. Diese Mediatoren sollen für einen Dialog zwischen Streitenden sorgen. Entscheidend ist dabei, dass die Streitschlichter möglichst früh eingreifen, wenn sich die Stimmung zwischen Schülern akut verschlechtert. Dies kann bei kleinen provozierenden Äußerungen, bei Sticheleien oder Meinungsverschiedenheiten sein.
In einer Vorphase gab es ab Februar dieses Jahres für Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit sich für die Ausbildung nach einem bewährten Streitschlichterkonzept zu bewerben. Als Kriterien für eine Eignung mussten die Bewerberinnen und Bewerber angemessene soziale Kompetenzen zeigen. Als besonderes Element in der Ausbildung fand am 27. und 28. April ein Seminar in der Jugendherberge Zwingenberg statt. In diesen zwei Tagen gab es die Gelegenheit die Zusammenarbeit als dauerhafte Gruppen zu lernen. Dazu beschäftigten sich die Jugendlichen mit ihren eigenen persönlichen Voraussetzungen und wurden darauf vorbereitet Konfliktsituationen einzuschätzen. Die Seminarkosten von fünfhundert Euro übernahmen Mobile Praxis und der Förderverein der Gutenbergschule zu gleichen Teilen.
In den nächsten Wochen soll das Mediationskonzept bis zum Beginn des neuen Schuljahres dem Kollegium der Gutenbergschule vorgestellt und in den schulischen Alltag integriert werden. Dazu müssen auch noch die Bedingungen und Möglichkeiten der Schule an die Notwendigkeiten angeglichen werden.
Für den regelmäßigen Austausch trifft sich die Mediatorengruppe in Zukunft in den Räumen der Mobilen Praxis in der Heidelberger Straße 229 in Eberstadt. Hier werden die jungen Mediatoren regelmäßig von den Schulsozialarbeitern begleitet und beraten, damit es auch dann weiter geht, wenn im Streit Wunsch und Wirklichkeit nicht immer gleich zusammen passen.

Autor:

Hans Hold-Eisenbarth aus Darmstadt-Süd

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