Aktualität der Solidarność-Bewegung im Umgang mit Geschichte - Vortrag im Darmstädter Schloss

18. April 2018
19:00 Uhr
Residenzschloss, 64283, Darmstadt

 

Die Gewerkschaft Solidarność entstand nach landesweiten Streiks im August 1980. Es war die erste von Staat und Partei unabhängige Gewerkschaft im damaligen Ostblock. Schon nach wenigen Monaten hatte sie 10 Millionen Mitglieder. Die kommunistischen Machthaber reagierten nach 16 Monaten auf diese Herausforderung mit der Einführung des Kriegsrechts, die Solidarność wurde verboten, Tausende von Gewerkschafter und Oppositionelle wurden verhaftet und interniert.

Für den friedlichen Widerstand gegen da Regime wurde der Führer der Solidarność Lech Wałęsa 1983 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Erst 10 Jahre später war dieser Kampf erfolgreich. Nach den Gesprächen am Runden Tisch und Wahlen stellte die Solidarność mit Tadeusz Mazowiecki den ersten nicht kommunistischen Ministerpräsidenten. Es war der Anfang vom Ende des Kommunismus, aber auch der Anfang vom Ende der Solidarność. Sie hat heute nur noch ein Bruchteil der Mitgliederzahl von früher, sie unterstützt den rechtsnationalen Kurs der gegenwärtigen Regierung, über die Rolle von Lech Wałęsa ist ein erbitterter Streit entstanden.

Zum Vortrag von Manfred Mack im Rahmen der Reihe »Quo Vadis, Polonia? Polen, Deutschland und Europa im Fokus« der VHS und des Dt. Polen-Instituts kann man sich anmelden über www.darmstadt.de/vhs oder: Tel. 06151 / 13 27 86 oder 13 27 87.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen