Tagebuch eine Wahnsinnigen

29. September 2011
20:30 Uhr
Theater Moller Haus, 64283, Darmstadt

... merkwürdige Vorfälle ereignen sich in den Straßen von St. Petersburg: Nasen schwirren herrenlos umher, Tote suchen nachts ihre zu Lebzeiten gestohlenen Mäntel und Hunde scheinen nicht nur sprechen zu können, sondern auch Briefe zu schreiben. Ein kleiner Beamter träumt vom sozialen Aufstieg. Seiner beruflichen Perspektivlosigkeit überdrüssig und von der aussichtslosen Liebe zur Tochter seines höchsten Chefs gelähmt, veruscht A. Iwanowitsch den Spieß umzudrehen. Dabei zieht er sich mehr und mehr aus der demütigenden Realität zurück und flüchtet sich in eine Scheinwelt, druch die er als "König von Spanien" wandelt.

Darsteller: Ulrich Sommer
Regie: Gabriela Reinitzer

Nikolai Wassiljewitsch Gogol wurde am 1. April 1809 in der Ukraine geboren. Nach dem Abitur versucht er vergeblich in St. Petersburg als Staatsbeamter bzw. Universitätslehrer Fuß zu fassen, auch erste schriftstellerische Versuche bleiben erfolglos.
Im Jahre 1831 lernt er Puschkin kennen, von de er entscheidende Impulse für seine weitere literarische Arbeit erhält. Bereits wenige Monate später erscheinen seine ersten Erzählungen, die mit Begeisterung aufgenommen werden, so auch „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ (1835).
Das Bühnenstück „Der Revisor“ bringt ihm schließlich Anerkennung in ganz Europa.
Ständige Auseinandersetzungen mit der Zensur, Zweifel am eigenen Talent, aber auch deutliche Anzeichen körperlicher Krankheit und seelischen Leids stürzen ihn in eine schwere Krise. Von ausgedehnten Auslandsreisen erhofft er sich Linderung.
Nach Russland zurückgekehrt, verfällt er zunehmend in einen schwermütigen Mystizismus. Er verwirft sein gesamtes Werk, verbrennt den zweiten Teil seines Romans „Die toten Seelen“ und verweigert fortan jegliche Nahrungsaufnahme. Am 21. Februar 1852 stirbt Nikolai Gogol in Moskau.

Autor:

Michael Laubinger aus Stadt Dieburg

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