Öffentliche Führungen - Ausstellung SAUVAGE

20. Januar 2019
15:00 - 16:00 Uhr
Hochschulstraße 1, Hochschulstraße 1, 64289, Darmstadt
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8. November 2018
18:00 - 19:00 Uhr
20. Januar 2019
15:00 - 16:00 Uhr
The sleeping beauty
2Bilder
  • The sleeping beauty
  • Foto: Emmanuelle Rapin
  • hochgeladen von Julia Reichelt

Am 08.11.2018 : Gleichzeitig Einführung für interessierte Lehrkräfte aller Schulformen.
Am 20.01.2019: Führung durch die Ausstellung SAUVAGE mit der Kuratorin Julia Reichelt.

Das Kunstforum der TU Darmstadt und das MUSEUM Jagdschloss Kranichstein zeigen die Ausstellung SAUVAGE mit Werken von Emmanuelle Rapin und Angelika Krinzinger.

Das künstlerische Universum der Künstlerin und Kunststickerin Emmanuelle Rapin (*1974 in Épinal, Berlin) verknüpft Mode und archaische Kunst- und Kulturtechniken zu einer vielschichtigen und überraschenden Assemblage. Für ihre virtuosen Kunstwerke nutzt sie Motive wie die Jagd oder handwerkliche traditionelle Tätigkeiten wie das Sticken. Erstellt aus organischen Materialien wie Knochen, Federn, kostbaren Steinen oder präparierten Tieren entstehen narrativ aufgeladene Objekte, die unsere Fantasie beflügeln und in beunruhigende Bereiche führen können.

Der Ausstellungstitel SAUVAGE (frz. „wild“) bezieht sich auf die ungezähmte Natur des Waldes ebenso wie auf die ungebändigte Kraft der Kunst. In der griechischen Mythologie und im Märchen ist der Wald oftmals der Ort von Ungewissheit, Gefahr und Unheil – aber auch von Metamorphosen. Die Waldmetapher ist fast allen Werken Emmanuelle Rapins immanent, in Form von Märchen, die ihren Arbeiten zugrunde liegen, oder über das Material, aus dem sie bestehen.

Auch die Fotoserie „An Hand“ von Angelika Krinzinger (*1969 Innsbruck, Wien) ist assoziationsgeladen: Krinzinger hat die historische Porträtgalerie der Habsburger in Schloss Ambras bei Innsbruck fotografiert, sich jedoch ausschließlich auf die Hände fokussiert. Der restliche Teil des Körpers fehlt. Durch die serielle Reihung dieser verschiedenen „Hand- Porträts“ mit ihrer unterschiedlichen Gestik entsteht eine Semiotik der Gesten, eine Art Geheimsprache. Was die jeweilige Handhaltung zu bedeuten hatte, Hinweise auf Tugendhaftigkeit etwa, moralisches Verhalten oder Jungfräulichkeit, konnte in der damaligen Zeit entschlüsselt werden, heute ist dies nicht mehr der Fall. „An Hand“ stellt provozierend die Frage nach dem Ganzen und der Bedeutung des Details, früher und heute. Zudem lädt „An Hand“ zur Auseinandersetzung über die Kommunikation in historischer Zeit und den aktuellen Gebrauch von Sprache und Gesten ein.

The sleeping beauty
ambras#19
Autor:

Julia Reichelt aus Darmstadt-Süd

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