„Wege entstehen beim Gehen“

8. November 2013
19:00 Uhr
Säulenhalle, 64823, Groß-Umstadt

Vernissage in der Säulenhalle am Fr. 8. November - 19 Uhr

Einmal mehr ist es dem Kulturmanagement im Stadtmarketing der Stadt Groß-Umstadt gelungen, eine eindrucksvolle Kunstausstellung in die Odenwälder Weininsel zu holen: „Wege entstehen beim Gehen“ lautet das Motto der Künstlerin Gudrun J. Gottstein, die ihre Werke von Fr. 8.11. bis So. 1.12.2013 im Kunstforum Säulenhalle im Renaissance-Rathaus zeigen wird. Zur Eröffnung am Fr. 8.11. um 19 Uhr sind alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich eingeladen.

Wege sind bereits da - aber man muss sie beschreiten. Gudrun J Gottstein beschäftigt sich in ihrem Kunstprojekt „mit fremden Augen“ mit Reisebildern, die man ihr per E-Mail zugeschickt hat. Auf diesem Weg haben bereits hunderte Bilder zu ihr gefunden: festgehaltene Momente, Lebenszeit, Wegmarken auf Reisen. Die Ausstellung in der Säulenhalle zeigt Ergebnisse dieses Projekts, lädt ein innezuhalten, zu betrachten und vielleicht bekannte Situationen neu zu lesen.

Die Bilder lösen beim Betrachter nicht selten ein Gefühl von Unverwandtheit, ja Befremden aus. Viele Motive wirken auf den ersten Blick zwar vertraut, aber der kraftvolle und zum Teil grobe Pinselduktus ihrer Ölbilder relativiert das Detail und betont das Wesentliche der Körperhaltungen sowie -bewegungen. Schatten werden von der Künstlerin bewusst verstärkt oder weggelassen. Den Figuren erlaubt sie damit, zu schweben oder ein anderes Mal erdenschwer zu sein. Oft finden sich selbst in den Ölgemälden zeichnerische Bestandteile, so wird etwa die Linie in der Kontur zum selbständigen Stilmittel. Die Perspektive wird raffiniert geführt, spielt mit Vorder- und Hintergrund, macht Nebensachen zur Hauptsache und umgekehrt.

Gudrun J. Gottstein, geboren 1949, lernte Malerei bei Elisabeth Dering und Anton Bruder, zwei bekannten Aschaffenburger Malern mit expressionistischem Hintergrund, die mit ihren Bildern in deutschen Museen vertreten sind. Gottsteins Malstil ist im Gegensatz zu diesen aber mehr der Plastizität der Körper verpflichtet, was dem Einfluss des dritten Aschaffenburger Lehrers, Bruno Supernok, geschuldet, aber auch logische Konsequenz der Motive und malerischer Schwerpunktsetzung der Künstlerin ist. Ihr Fokus liegt auf kraftvoll-fließenden Bewegungen, auf der Anordnung der Körper im Raum, bewegte Geschichten des Miteinanders, spontane Begegnungen und Gesten, denen sie die Ausstellung widmet.

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