Frühstück für die Schulpause - mal anders

21. April 2011
Georg-Büchner-Schule, 64560, Riedstadt
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In der Georg-Büchner Schule in Riedstadt konnten die Kinder unter verschiedenen Projekten wählen, die alle gleichzeitig in der ersten Aprilwoche stattfanden. So fanden 9 Mädchen, angeleitet von einer Mama und jeweils abwechselnd von einer anderen Mama oder einem Papa unterstützt, im Projekt "Leckeres Frühstück" zueinander. Am Kennenlerntag wurde bereits getestet, wie ein Frühstück aus Tomaten, Pesto und Fladenbrot ankommt, denn die jüngeren der Mädchen bevorzugten auf ihren Schulbroten meist nur süßen Aufstrich aus Nusschokolade, während bei der 4-ten Klasse eher Wurst oder Käse Vorrang hatte. Jetzt griffen aber alle Teilnehmerinnen aus der 2-ten, 3-ten und 4-ten Klasse begeistert zu. So wurde die Richtung für das Schulfrüstück festgelegt: Hauptsächlich Obst und Gemüse und das Brot soll natürlich Vollkornbrot sein.
Die erste Aufgabe war das Einkaufen für das Projekt. Als Grundstock diente Obst und Gemüse natürlich von der Gemüsekiste. Die Inhaberin der Gemüsekiste entschied sich kurzerhand, 3 Kisten für das Projekt bereitzustellen, Schwerpunkt waren einheimische Sorten. Da fielen Erdbeeren und Trauben saisonbedingt weg und auf andere Herkunft wurde wegen dem langen Transportweg nicht zurückgegriffen. Nicht Einheimische wie Bananen, Kiwis, Avocados und Orangen wurden geschickt ausgewählt, die Orangen waren besonders saftig und süß, die Avocados und Kiwis mussten aber noch ein bißchen auf dem Schulschrank nachreifen.
Am ersten Tag wurde Obst geschnippelt und auf Spieße gesteckt. Sogar eine Zitronenscheibe war dazwischen und konnte abgeknabbert werden. Nur -leider-beim Gemüse hielten sich die Kinder auch bei einer noch so süßen Kohlrabi und leckeren Möhren zurück. Erst als der Helferpapa eine Blume auf einem Teller mit dem Gemüse und einer Gurke anrichtete, griffen die Kinder zu.
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Am zweiten Tag sollten die Kinder Brötchen aus einem vorbeiteten Teig machen und ein weiterer Teig diente zum Figuren machen. Glücklicherweise war eine Mama dem Projekt zugeteilt worden, die zudem noch gelernte Bäckerin war. Sie zeigte den Kindern, wie Bretzeln gmacht wurden und wie ein Teig richtig mit der Hand geknetet wurde. Ein Höhepunkt war auch, wie klebrig der Teig war und es wurde auch später in der Schulzeitung erwähnt, dass Zaitun und Lara aneinanderklebten.
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So lange der Teig noch auf dem Schrank gehen musste, wurde noch eine Pizza gemacht, die zur Hälfte eine Margherita und zur anderen Hälfte eine Salami-Schinken Pizza wurde. Die Paprika wurden -leider- nicht verwendet. Die Brötchen, die Figuren/Bretzeln und die Pizza wurden auf die Bleche vom Bäcker gelegt, dann ging es mit dem Auto zur ehemaligen Bäckerei Götzinger (1938 - 2001) in Gernsheim-Allmendfeld. Bild 3
Dort wurden die Bleche in den vorgeheizten Ofen, Baujahr 1968, in die 1,60 m langen Backrohre geschoben. Die Sachen wurden vorher mit Wasser bestrichen oder noch extra Wasser dazu gestellt, dann auf 200 Grad 20 Minuten gebacken. Die Jüngeren Kinder überraschten mit Wissensgier und ließen sich alle Maschinen erklären und notierten dies in ihrem Heft.
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Am dritten Tag sollte jeder mit Wraps, einer Art Pfannkuchen aus Maismehl, in den man Fleisch oder Gemüse mit Soße einwickeln kann, selbst ein Rezept kreieren. Die Kinder konnten aus Obst, Gemüse, Schinken, Gewürzen und Joghurt selbst wählen. Es zeigte sich schnell, dass sie die Wraps nicht mochten und deswegen wurden sie einfach durch Sandwich-Vollkorntoast ersetzt. Da inwischen doch noch Erdbeeren besorgt wurden, war ein "Wrap" aus Joghurt und zerdrückten oder ganzen Erdbeeren der Renner. Hier ein Rezept der experimentierfreudigen Yazel aus der 2-ten Klasse:

Toastbrot
Joghurt und Quark
Erdbeeren geschnitten
Honig
Balsamicoessig hell
Mango
Paprikagewürz

Am Schluß wurde der Tag noch durch theoretische Kenntnisse angereichert. Gespannt verfolgten die Kinder am Computer, wie das Essen vom Mund durch den Körpfer wandert, welche Nahrung für Kinder wichtig ist und wohin in der Ernährungspyramide sie gehören und wie man einen Jungen am besten mit den richtigen Nahrungsmitteln füttert, damit dieser rennen und dann noch einen Weitsprung machen kann.
Am vierten Tag war dann der große Präsentationstag. Alle entschieden sich für Obstspieße, die verkauft werden sollten. Ergänzt wurden sie durch Obstsalat und auf den Vorschlag einer Helfermama kamen noch zwei Cocktails dazu. Eifrig wurde über den Preis diskutiert, ob 50 ct schon zu viel war oder ob es nur 30 ct pro Spieß oder Cocktail sein sollen. Das ungewöhnlichheiße Aprilwetter kam zu Hilfe und es wurden 50 ct genommen. Dann ging es an die Arbeit. Die Mühe hatte sich am Ende des Projektes gelohnt, um 17:30 alles verkauft und zwischendurch sogar noch für Nachschub gesorgt! Aber war das nun das Ergebnis aus der Projektwoche?
Nein, etwa eine Woche später: Mama, ich mag kein Schulbrot, kannst du mir nicht einen Obstspieß machen? Ein Tag später: Machst du bitte noch einen mehr für die Letti?

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Autor:

Claudia Ulrike Kurz aus Riedstadt

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