3. Oktober: Feiertagswanderung durch die Vielfalt der Fischbachtaler Streuobstwiesen

Foto: Die Wandergruppe im Morgenebel
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  • Foto: Jan Schäfer / NABU Ortsgruppe Fischbachtal
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Initiiert gemeinsam mit Fischbachtal kreativ und dem NABU führte Obstexperte Ullrich Krost rund 80 BesucherInnen am Feiertag durch seine Streuobstbestände und begeisterte mit deren Vielfalt und seinem breiten Fachwissen.

Im Namen der beiden Gruppen, dem Verein „Fischbachtal-kreativ“ und der örtlichen Gruppe des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), begrüßte Werner Bert die angereisten Gäste.
Dass die Streuobstbestände als prägendes Element der Kulturlandschaft der deutschen Mittelgebirge und besonders des Odenwaldes hier in diesem Tal trotz früherer Rodungsprämien wieder recht gut geschlossen sind, sei zwei Umständen zu verdanken. Zum einen bezuschusse der Landkreis das Pflanzen von Obstbaumhochstämmen seit den 1980iger Jahren, so dass der NABU mit Unterstützung des gemeindlichen Bauhofes seit 1989 im Schnitt ca. 40 Bäume pro Jahr den Fischbachtaler Bestellern vor die Haustüre liefern kann. Allein in diesem Herbst seien es wieder 65 Bäume, die alle im Außenbereich gepflanzt werden.
Der zweite Grund sei Ullrich Krost vom Horndreher Hof, der nicht nur als Zahnarzt im Ort tätig sei, sondern auch intensiven Obstbau betreibe. Wichtig dabei sei, dass er nicht nur pflanze, sondern auch pflege, veredele und vermarkte.

Wie fundiert und engagiert Ullrich Krost den Obstanbau betreibt konnten die teilweise selbst sehr fachkundigen TeilenehmerInnen auf dem anschließenden gut zweistündigen Rundgang erleben. Zu jeder Obstsorte, zu jedem Baum wusste Krost Interessantes und Wissenswertes zu sagen. Von der Wurzelgrundlage, über die Formen der Veredlung bis hin zu Geschmack und Lagerfähigkeit der einzelnen Sorte konnte er Auskunft geben.

Der Rußberg im Ortsteil Niedernhausen und Teil des „Pfades der Vielfalt“, war für die Führung besonders geeignet. Nicht nur weil der Horndreher Hof dort viele Flächen besitzt und in Pacht hat, sondern auch weil Altbestände mit teilweise bis zu 100 Jahre alten Bäumen sich mit Neuanpflanzungen abwechseln. So konnte Krost auch gezielt auf die verschiedenen Wuchsformen und die daraus abzuleitenden Pflegeschnitte eingehen.

Bei schönem Herbstwetter, Kaffee, frischem Most, Apfelkuchen und anderen Leckereien, dargeboten von NABU und Horndreher Hof, bestand im Anschluss an den Rundgang die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zum Bestimmen von mitgebrachten Äpfeln oder Birnen.

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