Arbeitsmarktzahlen in Hessen im Februar 2011

Mit dem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 2.751 auf 199.029 trotzt der Arbeitsmarkt dem Winter und ist mit der niedrigsten Arbeitslosenzahl in einem Februar seit 1993 weiterhin in einer soliden Verfassung. “Noch nie waren in Hessen mehr Menschen erwerbstätig als heute. Gleichwohl gibt es noch deutliche Beschäftigungsreserven, die wir für eine stärkere Wirtschaftsleistung und damit insgesamt mehr Wohlstand mobilisieren müssen. Dies ist zwingend notwendig, weil wir mit dem demografischen Wandel weniger und älter werden. Bereits seit sechs Jahren gehen in Hessen die Schülerzahlen an allgemeinbildenden Schulen zurück. Die Arbeitsmarktakteure sollten deshalb ihren Blick nach vorn richten und gemeinsam daran arbeiten, dass beispielsweise gering Qualifizierte, Ältere und Migranten verstärkt in Arbeit kommen und dort bleiben“, sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU). Nur wenn möglichst viele Menschen arbeiten, werde es angesichts eines bereits präzise vorausberechenbaren Bevölkerungsrückgangs möglich sein, die Finanzierungslast der erwerbstätigen Bevölkerung für die Sozialsysteme erträglich und gleichzeitig möglichst viel Beschäftigung im Land zu halten. „Flexible Beschäftigungsformen wie Zeitarbeit und die Aktivierung Hunderttausender Menschen in Hessen, die bis 2005 in Sozialhilfe vom Arbeitsmarkt praktisch ausgeschlossen waren, sind zwei entscheidende Erfolgsfaktoren für die bemerkenswert gute Verfassung des Arbeitsmarkts. Dieses Tor in das Erwerbsleben sollte unter allen Umständen offen gehalten werden, denn es zeigt sich immer mehr, dass uns nicht die Arbeit, sondern eher die Arbeitskräfte ausgehen. Ergänzend sollte eine gesteuerte Zuwanderung qualifizierter und damit leicht integrierbarer ausländischer Fachkräfte das bisher undurchsichtige und damit abschreckende Ausländerbeschäftigungsrecht ablösen“, erklärte Fasbender.

Das Gesamtangebot an offenen Stellen in Hessen beläuft sich auf rund 75.000 Stellen in nahezu allen Berufen vom Lagerarbeiter bis zum Ingenieur. Die Unternehmen in Hessen suchen damit mehr als doppelt so viele Arbeitskräfte, als dies die rund 34.000 bei den hessischen Arbeitsagenturen gemeldeten Stellen ausweisen, weil z. B. mit Zeitung oder Internet auch andere Wege für die Arbeitskräftesuche zur Verfügung stehen. Arbeitsuchende sollten deshalb über den Vermittlungsservice der Arbeitsagenturen hinaus auch eigeninitiativ offene Stellen recherchieren.

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Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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